Mi, 18. Oktober 2017

Debatte um die A26

01.11.2010 14:19

Heißer Herbst: SPÖ fordert nun „Westring-Gipfel“

Nach der Äußerung von Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ), den Bau der neuen Linzer Westring-Autobahn (A26) kippen zu wollen, hat die SPÖ Oberösterreich von Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) einen "Westring-Gipfel" verlangt. Gemeinsam mit Bures, Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) und allen oberösterreichischen Parteivorsitzenden solle so die Finanzierung und Realisierung des Projektes fixiert werden.

Den Ball in Sachen Westring sieht SPÖ-Klubobmann Karl Frais in erster Linie bei der ÖVP: Voraussetzung für den Bau der A26 sei, dass Pröll die reduzierten Finanzmittel erhöhe, so Frais. Seitens der SPÖ werde zusätzlich in der nächsten Landtagssitzung ein Antrag an den Bund eingebracht, in dem auf die bisherigen Zusagen des Bundes gepocht und die endgültige Realisierung verlangt werde.

FPÖ sauer
In Sachen Westring-Absage kritisierte auch der obersterreichische FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner den Landeshauptmann: Dieser übe sich nach Bures' Entscheidung im "Schattenboxen und Schaumbadrühren". Eine FPÖ-Forderung nach einer vertraglichen Absicherung der Zusagen des Bundes für die Finanzierung des Linzer Westringes sei bisher immer abgelehnt worden. "Der Landeshauptmann sollte sich selbst und seine eigenen Parteifreunde rügen, weil sie diesen Vertrag mit dem Bund hintertrieben haben", meinte Steinkellner.

"Sieg der Vernunft"
Unverhohlene Freude über den Entscheid der Verkehrsministerin kommt dagegen von der "Puchenauer Bürgerinitiative": "Vernunft und Verantwortung haben gesiegt", so Sprecher Rupert Frechinger am Montag. Der Westring sei nur ein "Milliardengrab" und bringe lediglich "minimale Arbeitsplatzeffekte". Nach jahrelanger Bauzeit hätte es nur kurzfristig eine Verkürzung der Fahrtzeit nach Linz zum Bahnhofsknoten gegeben. Die anfängliche Entlastung wäre bald durch die Verkehrszunahme wieder aufgehoben.

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