Sa, 21. Oktober 2017

Raubtiere gesichtet

31.10.2010 11:25

Spuren belegen: Wölfe werden wieder heimisch

Aufregung herrscht nach dem Wolf-Angriff auf eine Schafherde am niederösterreichischen Schneeberg, bei dem "Lupo" neun Tiere eines Bauern erlegt hat. Derzeit halten sich laut Experten von WWF und "Vier Pfoten" sechs Wölfe in Österreich auf, zwei davon durchstreifen seit Monaten das Wechselgebiet. Schon bald könnten sich auch bei uns wieder erste Rudel bilden.

"Die Wölfe, die sich derzeit bei uns aufhalten, sind aus Nachbarländern zugewandert, denn dort sind die Bestände seit Jahren im Steigen", weiß Christian Pichler vom WWF. Aus drei Richtungen kommen die Tiere ins Land: Italien/Schweiz, Slowenien und Deutschland/Polen. Bis zu 800 Kilometer können die edlen Vierbeiner auf ihren Streifzügen zurücklegen.

Landwirte verunsichert
Schon bald könnte es daher auch in Österreich wieder erste Rudelbildungen geben - wobei man unter einem Rudel lediglich Vater-, Muttertier und den Nachwuchs der heurigen und der vergangenen Saison versteht. Während Tier- und Naturschützer über den Zuzug frohlocken ("Ein wichtiger Beitrag für das heimische Ökosystem"), sind die betroffenen Landwirte verunsichert. Auch weil oft die Versicherungsfrage nicht geklärt ist.

Aus dem Büro von Agrarlandesrat Johann Seitinger heißt es dazu: "Die steirische Wölfe-Versicherung umfasst 30.000 Euro. Jeder betroffene Bauer erhält Entschädigungen, 400 Euro für ein Schaf beispielsweise."

von Barbara Winkler und Gregor Brandl, Kronen Zeitung

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