Di, 21. November 2017

Aufstand in Graz

31.10.2010 12:32

Wirte laufen gegen Wintergastgarten-Verbot Sturm

Unter den Grazer Wirten brodelt es gewaltig - das Verbot für Wintergastgärten, das am Montag, dem 1. November, in Kraft tritt, bringt jetzt das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen. In Graz, so der Tenor, würde viel zu viel verboten und verhindert.

Auch jene Wirte, die selbst gar keinen Wintergastgarten wollen, zeigen nun offen ihre Solidarität mit jenen, die ihre Wintergastgärten jetzt schließen müssen. Nach Rauchverbot, möglicher Umweltzone, Kurzparkzonen usw. reicht es den Wirten.

Günther Huber, Patron des renommierten Landhauskellers, bringt es auf den Punkt: "Wenn die Politik eine prosperierende Stadt will, dann muss sie Dinge wie den Wintergastgarten auch zulassen!" Auch Sacher-Chef Rene Leitgeb zeigt sich solidarisch: "Es ist tragisch, dass in Graz so viel verhindert wird. Mich stört zudem enorm, dass sich die Verantwortlichen ständig gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben und nie jemand wirklich Verantwortung übernimmt!"

Verbot wegen Heizstrahlern und Schneeräumung
ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl und seine grüne Vize Lisa Rücker haben Wintergastgärten ja kürzlich verboten. Rücker meint, Heizschwammerl würden der Umwelt schaden. Nagl wiederum ortet durch die Wintergastgärten Probleme bei der Schneeräumung. Außerdem hätte jede Jahreszeit ihre Besonderheit, der Winter eben die Adventmärkte. "Den Umweltschutz wegen ein paar Heizschwammerl ins Treffen zu führen, das ist eine idiotische Argumentation", ärgert sich Gastwirt Huber.

von Gerald Richter, Gerhard Felbinger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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