Mo, 23. Oktober 2017

Nach Heli-Absturz

26.10.2010 08:50

Anna-Maria Zimmermann im künstlichen Koma

Die ehemalige "DSDS"-Kandidatin Anna-Maria Zimmermann ist am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz schwer verletzt worden. Zimmermann schwebte am Montag weiter in Lebensgefahr. Der Gesundheitszustand der Ex-Kandidatin von "Deutschland sucht den Superstar" war auch am Tag nach dem Unglück "immer noch besorgniserregend, aber stabil", wie ein Polizeisprecher in Paderborn sagte. Die 21-Jährige wurde in ein künstliches Koma versetzt.

Einem Bericht der Zeitung "Neue Westfälische" zufolge sei Zimmermann bereits in der Nacht zu Montag mehrfach operiert worden. Der leitende Chefarzt des Trauma-Zentrums Bethel in Bielefeld, Professor Fritz Mertzluft, sagte der Zeitung: "Es ist ein Wunder, dass sie den Absturz überlebt hat."

Amateurvideo zeigt den Absturz
Der Hubschrauber mit der Sängerin an Bord war am späten Sonntagnachmittag nur 100 Meter von einer Diskothek entfernt abgestürzt, in der sie auftreten wollte. Zeugenaussagen zufolge berührten seine Rotorblätter einen Baumwipfel, dann schlug der Hubschrauber aus geringer Höhe auf einem asphaltierten Feldweg auf. Ein Amateurvideo auf YouTube zeigt den Absturz.

Der Pilot hatte offenbar auf einem Weg bei Altenbeken landen wollen, die Sängerin war zum "Ballermann Award 2010" in einer Disco in der Nähe unterwegs.

An Bord des völlig zerstörten Hubschraubers waren außer Anna-Maria Zimmermann auch ihr Manager Alexander Frömelt (37), ihr Tontechniker Dominik Schlick (31) und der 50-jährige Pilot, die ebenfalls verletzt worden sind. Laut RTL hätte eigentlich auch Jürgen Drews an Bord sein sollen, er hatte seine Teilnahme am "Ballermann Award 2010" aber in letzter Minute abgesagt, weil er erst kurz vorher aus den USA zurückgekehrt sei.

Zimmermann war 2006 durch ihre Teilnahme an der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" bekannt geworden. Seither tritt die Sängerin regelmäßig auf Mallorca auf. Ihr Terminkalender ist RTL zufolge voll, weshalb sie nicht mit dem Auto zu ihrem Auftritt angereist sei.

Ermittlungen gegen Piloten
Einem Zeitungsbericht zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft bereits gegen den Piloten. "Wir prüfen, ob der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung vorliegt", sagte Oberstaatsanwaltschaft Burkhard Dannewald dem "Westfalen-Blatt" (Dienstagsausgabe).

Das Wrack des Hubschraubers war noch am Sonntagabend von der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig beschlagnahmt worden. Es wird von Experten untersucht. Ein erster Bericht über die mögliche Absturzursache werde erst in sechs bis acht Wochen vorliegen, sagte ein BFU-Sprecher der Zeitung. Er bestätigte, dass es vor einigen Jahren mehrere Abstürze von Hubschraubern des Typs Robinson R 44 gegeben habe, wie ihn Zimmermann benutzt hatte.

Vom deutschen Luftfahrtbundesamt sei sogar empfohlen worden, die Einstellung des Flugbetriebes mit diesem Hubschraubertyp zu verfügen. Die Empfehlung sei damals mit der hohen Rate tödlich verlaufender Unfälle begründet worden, wurde der Sprecher weiter zitiert. Die Empfehlung sei aber nicht umgesetzt worden. Es habe technische Anweisungen geben, um die Absturzgefahr zu bannen. In jüngster Vergangenheit habe es keine Häufung von Vorfällen mit dem Helikopter mehr gegeben, sagte der Sprecher.

Frühere Ö3-Moderatorin abgestürzt
Erst Anfang September hat die frühere Ö3-Moderatorin Nora Frey einen Helikopter-Absturz in Spanien nur knapp überlebt. Der ORF-Star hatte in einem Ultraleichthubschrauber einen Rundflug über Südspanien unternommen, als der Motor überhitzte und der Heli auf ein Feld stürzte. Frey wurde von dem befreundeten Piloten in letzter Sekunde aus dem brennenden Wrack gezerrt. Sie hatte zahlreiche Prellungen und Brüche erlitten.

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