Fr, 15. Dezember 2017

Vermisster gefunden

23.10.2010 14:18

25-jähriger Wanderer schwer verletzt gerettet

Ein 25-jähriger Wanderer aus dem Bezirk Kirchdorf hat sich am Freitag im Toten Gebirge verirrt und ist in eine Schlucht gestürzt. Dabei zog er sich eine schwere Schulterverletzung zu. Nachdem eine nächtliche Suchaktion erfolglos abgebrochen werden musste, entdeckten die Einsatzkräfte den Mann am Samstagvormittag von einem Hubschrauber aus. Der Verletzte wurde mit einem Seil geborgen.

Der 25-Jährige aus Schlierbach war am Freitag zu einer über 50 Kilometer langen Tour quer durch das Tote Gebirge aufgebrochen, für die er zwölf bis 14 Stunden einkalkuliert hatte. Er war laut Polizei zwar gut ausgerüstet, hatte allerdings sein Handy vergessen. Als er am Abend nicht zurückkehrte, schlug ein Freund, der ihn am Endpunkt der Tour in Steyrling gegen 20 Uhr abholen sollte, Alarm.

Noch am Abend starteten Bergretter aus Oberösterreich und der Steiermark eine Suchaktion, sie blieb aber ohne Erfolg. Am Samstagvormittag schließlich wurde der 25-Jährige von einem Hubschrauber aus entdeckt. Es sei am Rand einer Schlucht im Gebiet des Kleinen Woising (Grünau, Bezirk Gmunden) gestanden und habe gewinkt, so ein Bergretter.

Nacht im Freien verbracht
Der 25-Jährige hatte laut seinen eigenen Schilderungen eingesehen, dass die geplante Route nicht zu schaffen war und sie geändert. Er wollte Richtung Ebensee absteigen, kam aber dabei vom Weg ab. Im unwegsamen Gelände stürzte er ein Stück in eine Schlucht. Dabei verletzte er sich an der Schulter, berichtete Einsatzleiter Hans Peter Magritzer.

Laut Bergrettung konnte sich der Mann nach seinem Sturz noch selbst hochziehen. "Da wäre es noch 50 Meter weiter hinuntergegangen", beschrieb Magritzer die Situation. Der Wanderer konnte allerdings weder vor noch zurück und musste die Nacht im Freien ausharren. Als er gefunden wurde, war er leicht unterkühlt. Er wurde vom Gemeindearzt in Grünau versorgt und anschließend ins Spital Kirchdorf gebracht.

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