Mi, 18. Oktober 2017

Einbrechen gegangen

22.10.2010 19:09

Tablettensüchtige Mutter zu zwölf Monaten verurteilt

Ihre Tablettensucht hat eine zweifache Mutter aus dem Pinzgau auf die schiefe Bahn gebracht. Die 28-Jährige brach sogar in Apotheken ein, um an die Medikamente zu kommen. Beim Prozess gelobte sie jetzt Besserung: "Ich will nicht mehr so weiterleben. Ich soll ja ein Vorbild für meine Kinder sein." Am Freitag wurde die Frau zu zwölf Monaten Haft - drei davon unbedingt - verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Bei einem Einbruch erbeutete die junge Frau 22 Packungen Praxiten, ein Medikament gegen Angst- und Spannungszustände. Zwei weitere Einbruchsversuche scheiterten. Am 13. September wurde in Piesendorf eine Anrainerin durch das Klirren einer eingeschlagenen Scheibe munter, kurz danach landete die Frau aus Kaprun in Untersuchungshaft.

Sohn wurde nach Gehirnblutung zum Pflegefall
Ihr Verteidiger Johann Hebenstreit: "Das hier ist kein Fall von alltäglicher Beschaffungskriminalität. Sie ist durch einen schweren Schicksalsschlag tablettensüchtig geworden."

Seine Mandantin erzählte weiter: "Mein fünfjähriger Sohn ist pumperlg’sund zur Welt gekommen. Dann hatte er eine schwere Gehirnblutung. Die Ärzte gaben ihm keine Überlebenschance. Er überlebte trotzdem, ist aber ein hundertprozentiger Pflegefall. Mein Psychiater hat mir die Tabletten verschrieben. So schnell hab ich gar nicht schauen können, dann war ich süchtig." Drei Entzüge scheiterten.

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung

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