Do, 23. November 2017

17.000-km-Flug

21.10.2010 19:07

Salzburger bringt Cessna von Kanada bis zum Himalaya

Seine Ausbildung hat er bei der Salzburger Airlink gemacht, am Donnerstag ist Jakob Ludwig Reiter (27) nach zwei Jahren in Afrika wieder in der Mozartstadt gelandet. Anlass: Über 17.000 Kilometer muss er eine 14-sitzige Cessna bis zum Himalaya überstellen, sechs Tage benötigt der junge Pilot noch bis Katmandu. Dort stehen dann Hilfsflüge für das Welternährungsprogramm auf seiner Tagesordnung.

Zwei Jahre lang brachte Ludwig Reiter Safari-Touristen in Botswana mitten in die Savanne, derzeit unternimmt er einen Rekordflug: Am 11. Oktober übernahm er in Winnipeg (Kanada) seine Cessna Caravan, steuerte sie über Grönland, Island und Schottland bis nach Salzburg. In Salzburg stieg Vater Otto Reiter zu, der ihn dann bis Katmandu begleitet. Denn Tausende Kilometer liegen noch vor dem jungen Piloten.

Kein Visum für Copiloten - Soloflug für Reiter
"Die kanadischen Behörden haben nämlich meinem nepalesischen Co kein Visum erteilt, darum muss ich die Strecke alleine bewältigen." Kein Problem für Reiter, der Erfahrung in Grenzsituationen hat. Seine einmotorige Maschine ist dabei ein absoluter Exot – nur Red Bull und Vorarlberger Fallschirmspringer fliegen sie bei uns. Seine Cessna C208-Turboprop gilt als sehr robust. Im Bauch der Maschine: 15 Reifen und Ersatzteile für den harten Einsatz.

Zwischenlandung beschert Flieger Zwiebelrostbraten
Aber auch österreichische Kost: "Ich hab’ mir eine Menge an Topfenknödel-Basis besorgt und Konserven gebunkert. Denn in Nepal gibt’s mir zu viel Reis und Gemüse", lacht der Pilot. Seine Mama hat ihm daher bei seiner Salzburg-Zwischenlandung auch den sehnlichsten Wunsch erfüllt: Einen Zwiebelrostbraten...

In Nepal wird er sieben Piloten für die Makalu Air ausbilden und mit ihnen gemeinsam von der Basis in Simicot Reislieferungen in das Hochland fliegen.

von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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