Sa, 18. November 2017

Logopäden warnen

21.10.2010 16:13

Jedes zweite Kindergartenkind hat Sprachprobleme

Jedes zweite Kindergartenkind hat Probleme mit der Sprache. "Wir schauen, ob die Technik des Sprechens passt. Ob dann Blödsinn geredet wird, dafür sind wir nicht verantwortlich", hat Martina Bernegger, Chef-Logopädin bei der Volkshilfe, erklärt. Sie und ihre 29 Kolleginnen testen derzeit wieder 10.000 Knirpse im Kindergarten.

Das soziale Umfeld hat nur wenig mit den Sprachstörungen zu tun, auch nicht, ob daheim Dialekt oder nicht Deutsch geredet wird. "Es geht um motorische Störungen, Wahrnehmungsprobleme, Zahnfehlstellungen, schlechtes Hören oder generelle Entwicklungsverzögerung", erklärt die Logopädin.

Die Kinder werden jetzt schon im Alter von vier Jahren getestet, um genug Zeit zu haben, etwaige Probleme vor dem Schuleintritt zu beheben. Aber nur 50 Prozent der Eltern, die nach der Untersuchung von Problemen erfahren, reagiert auch darauf. Grund ist meist, dass die Eltern glauben, dass es sich von selbst gibt. Meistens ist das aber nicht der Fall.

Dass Buben um zehn Prozent öfter Sprachprobleme haben, können die Fachleute nicht erklären. Die Experten glauben aber, dass es damit zusammenhängt, das Buben meist in der Entwicklung hinterher hinken.

Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden