Do, 23. November 2017

Schrott-Reaktor

20.10.2010 18:43

Alle Parteien sind sich einig: Stoppt AKW Isar 1

"Wenn uns etwas eint in diesem Landtag", so ÖVP-Mandatar Hans Scharfetter, "dann ist es die Ablehnung der Atomkraft." Hier ist Tschernobyl noch im Gedächtnis aller verankert. Darum hat der Landtag am Mittwoch schärfstens gegen die Laufzeitverlängerung für deutsche AKWs protestiert. Isar 1 ist nur 140 Kilometer entfernt.

"Drei Stunden", so rechnete Erich Willau, Strahlenexperte des Landes vor, "dann erreicht die Strahlenwolke bei einem Unfall in Isar 1 die Landeshauptstadt Salzburg." Eine so knappe Vorlaufzeit, bei der für einen wirklichen Schutz keine Chance besteht!

"Schaltet Isar 1 endlich ab", appellierten deshalb alle Landespolitiker  an die Bayern. Die müssten eigentlich wissen, auf welcher "Bombe" sie sitzen. 24 Jahre nach Tschernobyl sind, sowohl in Salzburg als auch in Bayern, etwa Pilze noch schwer verseucht: 11.670 Becquerel pro Kilo Steinpilze ergab eine Messung des Münchner Umwelt-Institutes. Zulässig wäre eine Strahlenbelastung von gerade 600 Bq!

"Österreich sollte Deutschland klagen"
PLAGE-Sprecher Heinz Stockinger: "Österreich sollte Deutschland in der Atomfrage vor dem EU-Gerichtshof klagen. Wegen Verletzung bestehender Verträge."

Kronen Zeitung
Symbolbild

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