Sa, 25. November 2017

Bankomat-Diebe

18.10.2010 14:29

Nach vereiteltem Coup Fluchtauto in NÖ entdeckt

Nach dem vereitelten Bankomat-Diebstahl in der Oststeiermark (Nachlese siehe Infobox) hanteln sich die Ermittler von Spur zu Spur. In der Nacht auf Montag wurde bei Wiener Neustadt ein Pkw gefunden, der im Bezirk Weiz gestohlen worden war und als Fluchtauto gedient haben dürfte. Ein Zusammenhang mit den Bankomat-Diebstählen in Niederösterreich und im Burgenland wird angenommen, so Ermittlungsleiter Peter Farmer vom Landeskriminalamt Steiermark.

Farmer geht davon aus, dass dieselbe Tätergruppe sowohl für den versuchten Bankomat-Diebstahl in Heilbrunn als auch für zwei Tresoreinbrüche im Bezirk Weiz (beim Aufschneiden der Geldschränke eines Autohauses und eines Lebensmitteldiskonters waren die Täter ebenfalls gescheitert) in derselben Nacht verantwortlich sind: "Die Muster sind gleich und neu in der Steiermark."

Abgesehen von den Überwachungsfotos aus der Bankfiliale und vom Autohaus setzt die Kriminalpolizei auf DNA-Spuren, insbesondere aus den gestohlenen Fahrzeugen. Bei diesen handelt es sich um einen in Italien gestohlenen schwarzen Audi Kombi, der nach dem misslungenen Coup in der Bankfiliale zurückgelassen worden war, zum anderen um den in der Nacht auf Montag in Niederösterreich sichergestellten Pkw der Marke VW Golf.

Abschleppwagen noch verschwunden
Verschwunden ist bis dato noch das beim versuchten Bankomat-Diebstahl verwendete Fluchtauto, ein silberfarbener Abschleppwagen der Marke Opel. Die mehrköpfige Gruppe könnte sich vor dem geplanten Beutezug in der Oststeiermark gesplittet und sich danach wieder getroffen haben, um die Flucht in einem Auto fortzusetzen, schilderte Ermittler Farmer den möglichen Ablauf.

Zusammenhänge mit bisherigen Diebstählen werden geprüft
Ein Zusammenhang des jüngsten Falls in der Steiermark mit den bisherigen Bankomat-Diebstählen bzw. Diebstahlsversuchen werde natürlich auch von den niederösterreichischen Kriminalisten geprüft, so Franz Wendler, kriminalpolizeilicher Leiter der Sicherheitsdirektion Niederösterreich. Eine heiße Spur haben die Beamten bisher nicht gefunden, "die Ermittlungen werden aber mit entsprechender Intensität fortgesetzt". Man sei guter Dinge, bald auf weitere Anhaltspunkte zu den Tätern zu stoßen.

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