So, 19. November 2017

Leere Kassen in Baden

15.10.2010 16:29

Verwaltung soll künftig den Gürtel enger schnallen

Mehr Ausgaben, weniger Einnahmen, das Ersparte ist aufgebraucht - in Baden ist ein heftiger Streit um den notwendigen Sparkurs entbrannt. Die Opposition wettert gegen die neu geschaffene Energieabteilung im Rathaus: „Zu teuer in Zeiten wie diesen.“ Die VP kündigt indes an, dass die Bürger von Gebührenerhöhungen großteils verschont bleiben.

„Das drohende Defizit lässt einem ja kalte Schauer über den Rücken laufen“, fasst Jowi Trenner die finanzielle Situation der Kurstadt dramatisch zusammen. Er kritisiert, dass trotz hohem Schuldenberg zusätzliche teure Rathausposten geschaffen werden: „Ein eigenes Energiereferat ist derzeit einfach nicht drinnen.“ Der Bürgerlisten-Sprecher fordert stattdessen Investitionen in den Tourismus. Trenner: „Gerade in diesem Bereich geht es um viele Jobs. Die Menschen in der Stadt haben derzeit andere Sorgen als alternative Stromquellen!“

Kräftige Gebührenerhöhungen in den meisten heimischen Gemeinden ließen auch die Bürger von Baden Schlimmes befürchten. Nun beruhigt jedoch VP-Bürgermeister Kurt Staska: „Die Tarife für Müll und Kanal bleiben unverändert.“ Fürs Wasser jedoch müssen die Bewohner tiefer in die Tasche greifen. „Wir sind aber billiger als andere Städte im Land“, sagt Staska. Er kündigt Einschnitte bei Betriebs- und Verwaltungskosten an.

Genau solche fordert auch die SP, hat aber Zweifel. Parteisprecher Michael Grath: „Bisher lässt die schwarz-grüne Rathauskoalition keinen Sparkurs erkennen.“

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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