Fr, 17. November 2017

Jagd auf Kriminelle

15.10.2010 07:35

Salzburg bekommt Autobahn-Video-Überwachung

Jetzt geht die Polizei auch in Salzburg auf den Autobahnen mit Videokameras auf Verbrecherjagd. "Ich habe Innenministerin Maria Fekter vorgeschlagen, diese Überwachung der Fluchtwege für Kriminelle auch bei uns einzuführen – und sie hat sofort zugesagt", freut sich Landes-Vize Wilfried Haslauer (Bild). Der Start ist noch heuer geplant.

Das System heißt sperrig "Video-Überwachung Autobahnen", aber hinter diesem komplizierten Namen verbirgt sich die neueste Waffe der Polizei im Kampf gegen die organisierte Kriminalität in ganz Österreich.

An den Autobahnen werden auf Überkopf-Wegweisern moderne Video-Kameras montiert. Sie registrieren die Kennzeichen der Autos, die unterhalb vorbeirollen – und geben sofort Alarm, sobald ein gesuchtes Kennzeichen registriert wird.

"Damit haben professionelle Autodiebe keine Chance mehr, mit einem geklauten Fahrzeug schnell über die Autobahn zu verschwinden und über die Grenze zu entkommen", so ÖVP-Landes-Vize Wilfried Haslauer. Er weiß: "Salzburg ist der ideale Standort für so eine Überwachung: Bei uns kreuzen sich die Transitrouten Tauern- und Westautobahn, da fahren jeden Tag 90.000 Fahrzeuge."

Ministerium begeistert
Salzburg ist der zweite Standort (nach Niederösterreich), wo die moderne Videoüberwachung installiert wird: "Die Innenministerin hat sofort zugesagt, als ich ihr unsere Mithilfe bei der Kriminalitätsbekämpfung auf der Autobahn angeboten habe", erklärt Haslauer. Die Asfinag stellt die Überkopf-Wegweiser zu Verfügung, die Kameras werden derzeit vom Ministerium gekauft und sollen noch heuer montiert werden und in Betrieb gehen.

Haslauer: "Das System erleichtert auch die Fahndung nach Bankräubern, da wird das Kennzeichen des Fluchtautos eingegeben – und die Kamera sucht." Die Video-Augen werden ihre Standorte wechseln. Wo genau sie montiert sind, bleibt aus taktischen Gründen geheim.

"Und unbescholtene Bürger brauchen keine Sorgen zu haben. Die Daten der vorbeifahrenden Autos werden nur zur Verbrecherjagd genützt", beruhigt Haslauer.

von Robert Redtenbacher, "Salzburger Krone"

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