Mi, 22. November 2017

Wiener Staatsoper

14.10.2010 15:44

Nackte Ballerina Karina Sarkissova darf weiter tanzen

Die Affäre um Nacktfotos der Solotänzerin des Wiener Staatsballetts, Karina Sarkissova, ist beigelegt. Nach einer Aussprache mit dem Direktor der Staatsoper, Dominique Meyer, darf die inzwischen als "nackte Ballerina" bekannte Sarkissova wieder tanzen.

Die gebürtige Russin (Jahrgang 1983), die seit 2000 Mitglied des Staatsopernballetts und seit 2009 Solotänzerin ist, war entlassen worden, nachdem Nacktfotos von ihr im Magazin "Wiener" erschienen waren.

Verwarnung wegen "Penthouse"-Naktfotos
Bereits im Mai 2010 war Sarkissova vom damaligen Ballettchef Gyula Harangozo verwarnt worden, weil im Magazin "Penthouse" Nacktfotos von ihr veröffentlicht wurden, die zudem unerlaubterweise in der Wiener Staatsoper gemacht worden waren. Die Affäre hatte medial europaweit Aufsehen erregt. Mehrfach war in Medien zuletzt darauf hingewiesen worden, dass auch der Direktor des Wiener Staatsballetts, Manuel Legris, Nacktaufnahmen von sich machen habe lassen.

Die Staatsoper in einer Erklärung nach der Aussprache mit Sarkissova: "Aufgrund ihrer Erklärung und Entschuldigung hat die Ballettdirektion entschieden, Karina Sarkissova in die Ballettkompanie wiederaufzunehmen. Somit wurde eine einvernehmliche Lösung erzielt."

Tänzerin will Staatsoper nicht schaden
"Durch die Entlassung habe ich verstanden, dass es falsch war - insbesondere als Solotänzerin des Wiener Staatsballetts -, Fotos von mir ohne vorherige Absprache in der Wiener Staatsoper machen zu lassen. Mir war nicht bewusst, welche negativen Konsequenzen die Veröffentlichung dieser Fotos haben würden, und ich wollte dem Wiener Staatsballett und der Wiener Staatsoper nicht schaden", hieß es in einem schriftlichen Statement der Tänzerin, "Ich habe größten Respekt für meinen Ballettdirektor Manuel Legris und wollte ihn keinesfalls zu Beginn seiner Direktion in eine unangenehme Situation bringen - ich wünsche mir wieder ein gutes Vertrauensverhältnis zu ihm. Ich danke Dominique Meyer für seine sofortige Gesprächsbereitschaft und dass er es ermöglicht hat, eine einvernehmliche Lösung mit der Ballettdirektion zu finden."

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