Do, 23. November 2017

Kein Einzelfall

14.10.2010 15:06

AK im Dauerstreit mit Spedition - 220 Fälle in elf Jahren

Ein Lkw-Fahrer hat mithilfe der Arbeiterkammer ausstehende Zahlungen seines ehemaligen Arbeitgebers in Höhe von 10.000 Euro "eingefahren". Anscheinend kein Einzelfall bei der betreffenden Spedition: Laut AK-Präsident Johann Kalliauer landeten in den letzten elf Jahren bereits 220 Rechtsakte bei der AK.

Die beklagte Spedition sei "kreativ, wenn es darum geht, das Arbeitsrecht zu brechen", kritisierte die AK: Der Lkw-Fahrer hatte acht Jahre für die Firma gearbeitet und dann für eine Fahrt eine schriftliche Bestätigung gefordert. Die Antwort der Spedition: Dies sei Arbeitsverweigerung. Es folgte die Entlassung.

Bereits die erste Instanz entschied für den Fahrer. Die Firma wollte dies nicht wahrhaben, woraufhin die zweite Instanz das Urteil bestätigte. Der Mann erhielt nach eineinhalb Jahren endlich doch seine offenen Ansprüche bezahlt.

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