Sa, 18. November 2017

Festspielaffäre

13.10.2010 18:03

Ex-Technik-Direktor erstmals von der Polizei befragt

In der Salzburger Festspielaffäre ist jetzt zum ersten Mal der ehemalige Technische Direktor der Sommerfestspiele, Klaus K., von der Polizei befragt worden. Es handelte sich allerdings um eine formale Befragung nach der Strafprozessordnung, teilte die Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Feichtinger, am Mittwoch mit. K. sei über den Beschuldigtenstatus informiert worden, "zur Sache selbst wurde er noch nicht befragt".

Dem Ex-Direktor wird im Zusammenhang mit unklaren Geldflüssen gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Er soll laut einer Sachverhaltsdarstellung die Sommerfestspiele um zumindest 713.000 Euro durch unerlaubte Nebentätigkeiten für die Osterfestspiele geschädigt haben. Der Beschuldigte wurde im Jänner 2010 entlassen, am 1. Februar stürzte er von einer Brücke und verletzte sich schwer.

"Nur beschränkt einvernahmefähig"
K. befinde sich nach wie vor in stationärer Behandlung in einer Klinik und sei "beschränkt einvernahmefähig", wie sein Rechtsanwalt Leopold Hirsch erklärte. Seinem Mandanten sei nun kundgetan worden, was gegen ihn vorliegt, sagte der Jurist. Es sei Formelles besprochen worden. Klaus K. kündigte an, dass sein Anwalt eine Stellungnahme abgeben werde - was aber noch einige Zeit benötige, so Hirsch.

Ermittlungen gegen elf weitere Verdächtige
Wegen der vermuteten Malversationen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen insgesamt elf Verdächtige. Einer davon ist der ehemalige Geschäftsführer der Osterfestspiele, Michael Dewitte, der im Dezember 2009 gefeuert worden war. Auch er wird des gewerbsmäßigen Betruges beschuldigt. Ihm werden "nicht genau nachvollziehbare Geldflüsse in der Höhe von rund zwei Millionen Euro" vorgeworfen. Er hat die Vorwürfe bisher bestritten.

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