Sa, 21. Oktober 2017

Fliegerbomben

12.10.2010 16:37

Oberösterreich ist eines der Haupt-Einsatzgebiete

Drei Bomben haben in den vergangenen Tagen in Linz und Sattledt für Aufregung gesorgt – eine 250 Kilo schwer, eine 70 Kilo und eine "nur" zehn Kilo. "Aber für uns ist es egal, wie groß sie ist, wir sehen alle als gleich gefährlich an", sagt Wolfgang Korner (49) vom Bundeskriminalamt, Chef der 15 Kampfmittel-Beseitiger Österreichs.

In der Außenstelle in Linz sind die Bomben-Experten für Kriegsrelikt-Funde in Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg zuständig. Zwei- bis dreimal am Tag werden die Entschärfer alarmiert. "Von den 1.000 Meldungen im Vorjahr waren nur 44 Bomben. Aber für uns ist es egal, ob wir eine kleine Granate oder eine große Bombe vor uns haben. Wenn du direkt davor stehst und es geht etwas schief, ist die Auswirkung die gleiche. Man ist tot", sagt Korner. Und ergänzt: "Für die Öffentlichkeit sind natürlich die großen Bomben interessanter."

"Angst hat man nicht"
Seine Leute haben eine mindestens dreijährige Ausbildung hinter sich, kommen aus den Reihen von Militär und Polizei. Bezahlt wird nach Beamten-Schema – nur mit höherer Gefahrenzulage. "Angst, dass einem etwas passiert, hat man nicht. Das ist wie beim Autofahren. Da weiß jeder, dass pro Jahr so und so viele Leute verunglücken, aber keiner sitzt mit Angst am Steuer", vergleicht Korner. Der letzte tödliche Unfall passierte 2003 in Salzburg – danach hat aber auch ein Kollege den Job gewechselt, er hatte genug von Bomben.

von Markus Schütz, "OÖ Krone"

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