So, 22. Oktober 2017

Ganz Eben fragt sich:

11.10.2010 19:11

„Wie konnte Lukas nur ins Wasserrad geraten?“

Ausnahmezustand in Eben - eine ganze Gemeinde trauert um Lukas (12). Der Bub geriet am Sonntag - wie bereits berichtet (siehe Infobox) - bei einem Ausflug in einen nahen Erlebnispark in die Speichen eines Wasserrads - er überlebte den tragischen Unfall nicht. Das Rad wurde jetzt zur Sicherheit stillgelegt.

Die Eltern des Buben - Vater Wilhelm O. ist Gemeinderat in Eben - können das Unglück noch immer nicht fassen. Sie mussten alles mit eigenen Augen ansehen. Lukas spielte mit seiner Schwester (14), einem Cousin und einer Cousine bei dem Wasserrad. Die Kinder versuchten es anzutreiben.

Bub verstarb im Spital
Dabei rutschte Lukas aus, stürzte in den Bach und wurde von den Speichen gegen einen Betonpfeiler gedrückt. Der Vater und ein Onkel - der ehemalige Salzburger Biathlet Wolfgang Rottmann - befreiten Lukas und versuchten ihn zu reanimieren. Doch der Bub verstarb wenig später im Spital.

Ein Kriseninterventions-Team betreute Wilhelm O. und seine Frau Lisa. "Wir halfen ihnen, die ersten Schritte in der Trauerarbeit zu setzen", so Psychologe Ingo Vogl. Für Lukas' größere Schwester (14) brach ebenfalls eine Welt zusammen. Die Geschwister waren ein Herz und eine Seele.

Trauerfeier an Schule geplant
Auch bei Lukas' Freunden in der Sporthauptschule in Altenmarkt ist der Schock groß. Psychologen sprachen bereits Montag früh mit den Kindern. "Sie brauchen eine Möglichkeit, sich von Lukas zu verabschieden. Es wird eine eigene Trauerfeier geben", heißt es in der Schule.

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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