Sa, 18. November 2017

Tod nicht realisiert

11.10.2010 18:07

Krankenkasse schickt e-card für verstorbenen Sohn

So etwas will niemand erleben - mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Tod seines geliebten Sohnes erhielt der Pensionist Franz Kadanka aus Loosdorf (Bezirk Melk) Post von der Gebietskrankenkasse. Beigelegt war die neue e-card für seinen Sohn. Nach einer "Krone"-Anfrage gab es jetzt eine Entschuldigung.

Der Schmerz über den frühen Verlust des Sohnes war groß: Nach langer Krankheit starb Christian Kadanka am 19. Juli 1988 mit 14 Jahren. Es dauerte lange, bis die Familie zur Ruhe kam.

Nun brach ein Brief der NÖ-Gebietskrankenkasse alte Wunden wieder auf. Der Inhalt des Schreibens: eine neue, fünf Jahre gültige e-card für Christian Kadanka. Sein Vater: "Wie kann so etwas im Zeitalter des Computers geschehen? Bisher kam nie Post an meinen verstorbenen Sohn." Der Pensionist warnt außerdem: "Was hätte passieren können, wenn die Karte in falsche Hände gelangt wäre?" Auch die Anrede ärgert den 68-Jährigen: "Wir freuen uns, Ihnen mit diesem Brief Ihre persönliche e-card zu übermitteln..."

Reaktion der Krankenkasse: "Wir entschuldigen uns. Leider wurde in einer Firma bei der Anmeldung eines neuen Mitarbeiters die Versicherungsnummer falsch eingegeben. So wurde der Name aktiviert, weil in unserem Prüfsystem die Nummer Vorrang hat."

von Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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