Sa, 25. November 2017

Ab 21. Oktober

12.10.2010 11:52

Mit diesen Handys startet Windows Phone 7 hierzulande

Mit dem neuen Handy-Betriebssystem Windows Phone 7 will der US-Softwarehersteller Microsoft wieder am Smartphone-Markt mitmischen: In 30 Ländern, auch in Österreich, startet das Betriebssystem am 21. Oktober. Die österreichischen Mobilfunker A1, T-Mobile, Orange und "3" werden zum Start Handys mit Windows Phone 7 anbieten. krone.at stellt jene fünf Handys vor, die dann in Österreich verfügbar sein werden.

In Österreich werden ab 21. Oktober bei allen Mobilfunkern verschiedene Handymodelle angeboten. Die Wahl besteht zwischen den HTC-Modellen HD7, 7 Trophy und 7 Mozart, dem Samsung Omnia 7 und dem LG Optimus 7. krone.at hat die wichtigsten Eckpunkte und Anbieter im Übersichtskasten links zusammengefasst, weitere Details findest du auf der "Windows Phone 7"-Website.

Bei der Österreich-Präsentation am Montag sagte Microsoft-Österreich-Geschäftsführerin Petra Jenner, man habe alte Technologie über Bord geworfen. Konkrete Absatzzahlen wollte sie nicht nennen: "So viel wie möglich", so die Ansage. Ziel sei es, eine "durchgängige Erfahrung" auf PC, Smartphone und TV zu schaffen, so die Microsoft-Österreich-Chefin. Zum Start wird es für das Mobiltelefon 150 eigene Anwendungen, sogenannte "Apps", im Windows-"Marketplace" geben. Microsoft integriert in das Handy-Betriebssystem seine anderen Produkte wie etwa die Bürosoftware Office, die Spielekonsole Xbox und den Medienplayer Zune und schafft Synchronisationsmöglichkeiten. 50 Xbox-Live-Spiele wird es zum Start geben. Spiele können laut Microsoft aber "von jedem" entwickelt werden.

Spiele und Echtzeit-Updates im Mittelpunkt
Mobile Computerspiele sind für Microsoft von besonderem Interesse: 2010 wird sich der Markt laut Marktforschern auf weltweit etwa 4,02 Milliarden Euro belaufen und auf 8,18 Milliarden Dollar im Jahr 2014 steigen. Nutzer des neuen Betriebssystems können sich mit Hilfe von "Live Tiles" persönliche Inhalte auf dem anpassbaren Startbildschirm anzeigen lassen. Echtzeit-Updates aus dem Internet, zum Beispiel von Nachrichten, Terminen oder der Status von Freunden, können damit direkt am Startbildschirm angezeigt werden.

Touch-Steuerung löst auch bei Microsoft den Stift ab
Mit Windows Phone 7 hat sich der US-Softwarehersteller von alten Konzepten gelöst und bietet jetzt eine übersichtliche und individualisierbare Oberfläche für das Smartphone. Das Vorgänger-Betriebssystem Windows Mobile war noch weitgehend einer PC-Oberfläche nachempfunden und musste mit einem Stift bedient werden.

Ähnlich wie bei Apples iPhone können Smartphones unter Windows Phone 7 nun mit Fingerbewegungen über das berührungsempfindliche Display bedient werden. Ein Feature, auf das Microsoft unter anderem stolz verweist, ist, dass man mit dem PC sein Smartphone orten und bei Bedarf auch sperren lassen kann. Die derzeit am Windows Phone 7 fehlende "Copy&Paste"-Funktion werde mit einem "Update" in Kürze nachgeliefert, so ein Microsoft-Österreich-Mitarbeiter.

Microsoft verspricht: "Keine Zensur"
Software-Entwickler können ihre Anwendungen ("Apps") ähnlich wie bei Apple und Google über den Windows-"Marketplace" vertreiben. "Es wird keine Zensur geben", sagte ein Unternehmenssprecher auf die Frage, ob zum Beispiel Internetbrowser von andere Softwareherstellern im "Marketplace" nicht gelistet werden. Apps müssen per Kreditkarte bezahlt werden, können aber in Zukunft auch über die Handyrechnung abgebucht werden.

Microsoft tut sich auf dem Mobilmarkt schwer
Microsoft hatte in den vergangenen Jahren im lukrativen Markt der Smartphones den Anschluss verloren. Im Jahr 2010 hat sich der Marktanteil von Microsoft bei mobilen Betriebssystemen nach Berechnungen des Marktforschers Gartner von 8,7 auf 4,7 Prozent halbiert. Das Nokia-System Symbian führt den Markt mit 40,1 Prozent an, ist aber ebenfalls in die Defensive geraten. Besonders das offene Betriebssystem Android stürmt nach vorn, ebenso wie Apples iPhone-Serie.

Der Smartphone-Markt wird laut dem Marktforscher IDC im Jahr 2010 weltweit um rund 50 Prozent wachsen. Knapp jeder dritter Handybesitzer, insgesamt rund 2,1 Millionen Österreicher, haben bereits ein Smartphone.

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