Sa, 21. Oktober 2017

Causa Jungwirth

08.10.2010 19:46

Bekam er 250.000 € für die Salzburger Bewerbung?

Der frühere ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth sorgt in Salzburg wieder für olympische Aufregung. Der schwergewichtige Sport-Funktionär soll für seine Mitwirkung bei der gescheiterten Salzburger Olympia-Bewerbung für 2014 ein Honorar von 250.000 Euro erhalten haben – mit Billigung des damaligen ÖOC-Chefs.

Staatsanwältin Eva Danninger-Soriat ermittelt in der Olympia-Affäre doppelt – sie prüft die gescheiterte Salzburger Bewerbung und geht verschollenen Millionen und Schwarzgeld-Konten im ÖOC nach. Zugleich untersuchte ein Sonderausschuss des Landtages die Frage, wer in Salzburg politische Verantwortung fürs Olympia-Debakel trägt – da sind die Zeugenbefragungen abgeschlossen, am 22. Oktober wird Richter Anton Meinhart seinen Bericht präsentieren.

Vorab sorgt nun aber Ex-ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth für olympischen Wirbel. Zur Erinnerung: Jungwirth war allein zeichnungsberechtigt auf den Konten des Fördervereins, der runde 2,5 Millionen Euro Sponsorgeld für Salzburgs Bewerbung in Wien ausgab. Dazu wurde der er auch im Ausschuss befragt.

Neu ist: Für sein Wirken bei der 2014-Bewerbung soll Jungwirth 250.000 Euro Honorar erhalten habe. "Ist mir völlig neu", sagt Stadtchef Heinz Schaden. Aus der Bewerbungs-GmbH sei sicher kein Geld geflossen, erklärt Schaden. Denkbar: Das Honorar kam vom Förderverein, den Jungwirth leitete – als Zahlung an "externe Experten" (es gilt die Unschuldsvermutung). Jungwirth selbst war Freitag nicht zu erreichen. Übrigens: Er bekam auch bei der Klagenfurter Bewerbung für 2006 Geld. Damals 150.000 Schilling für Spesen...

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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