Di, 12. Dezember 2017

Angestellte hellwach

07.10.2010 17:50

"Cousin Ulli" war nur Betrüger ohne jede Skrupel

Zum "Finanz-Schutzengel" ist eine Bankangestellte aus Tulln geworden, als eine Pensionistin ihre gesamten Ersparnisse abheben wollte, um mit den 20.000 Euro ihrem vermeintlichen Cousin aus der Patsche zu helfen. Denn bei dem "Verwandten" handelte es sich um einen skrupellosen Betrüger.

"Entschuldige! Ich habe mich schon lange nicht gerührt. Aber derzeit bin ich in einer aussichtslosen Situation. Bitte borge mir als Verwandtem vorübergehend Geld." - So oder auf ähnliche Art gelingt es gerissenen Betrügern immer wieder, betagten – zumeist alleinstehenden – Pensionisten oft beachtliche Summen herauszulocken. Als "Neffen-Trick" füllt diese Betrugsform mittlerweile Hunderte Ordner der Polizei.

Genau so meldete sich nun ein Verbrecher per Telefon bei einer 73-jährigen Rentnerin aus Tulln. Er gab sich als "Cousin Ulli aus München" aus, der kurzfristig finanzielle Hilfe für einen Wohnungsankauf in St. Pölten brauche. Als die Pensionistin 20.000 Euro bei ihrer Volksbank-Filiale abheben wollte und skeptisch vom Verwandten erzählte, reagierte die 37-jährige Angestellte Martina Brandstetter goldrichtig. Sie schlug Alarm, ein Kollege brachte die Kundin nach Hause. So gelang es, den Plan des mittlerweile untergetauchten Trick-Betrügers zu durchkreuzen.

"Ohne die Mithilfe dieser couragierten Angestellten wäre es schwer gewesen, den Betrug zu verhindern. Ich appelliere an alle Bürger, im Zweifel sofort die Polizei zu alarmieren", meinte dazu Tullns Polizei-Kommandantin Major Sonja Fiegl.

von Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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