Sa, 18. November 2017

„Airmed 2“ am Ende

06.10.2010 09:11

Oberösterreich sucht Lösung für marode Flugrettung

Die Retter brauchen Hilfe - das heimische Hubschraubersystem hängt in der Luft. Land, Bund, Krankenkassen und ÖAMTC basteln an einer oberösterreichischen Lösung. Sie soll Mitte Oktober stehen.

Es ist eine "Bruchlandung" mit Anlauf gewesen: Dieses Wochenende hat der Rettungshubschrauber "Airmed 2" am Standort Scharnstein in Gmunden endgültig den Betrieb eingestellt. Allein die Leasingkosten des Helikopters betrugen monatlich bis zu 90.000 Euro.

Die finanzielle Bruchlandung des "Airmed 2"-Helikopters ist auch generell ein Warnsignal für das defizitäre Flugrettungssystem. So musste der ÖAMTC in schlechten Jahren bundesweit schon bis zu 4,5 Millionen Euro abschreiben. Zusätzlich ließ Innenministerin Maria Fekter für Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und die Steiermark die Flugrettungs-Grundversorgung für 1. Jänner 2011 neu ausschreiben.

Laut ÖAMTC-Vizepräsident Harald Hertz hat sich dabei nur der ÖAMTC beworben. "Und nur unter der Voraussetzung, dass die Finanzierung gesichert ist", so Hertz. Die Bereitstellung des Geldes müssten die Länder, die Sozialversicherungsträger und die Betreiber untereinander aushandeln.

Hohe Personalkosten
In Oberösterreich verhandeln Land, Bund, Krankenkassen und ÖAMTC, so Josef Thurnhofer, Landesdirektor des ÖAMTC: "Wir sind mit einer Zukunftslösung schon relativ weit. Wir wollen weiter eine sinnvolle, flächendeckende Notfallversorgung anbieten. Eines ist aber klar: Die Bereitstellung eines Teams macht bereits 70 Prozent der Gesamtkosten aus."

Durchgesickert ist mittlerweile, dass die zahlenden Partner nun strengere Regeln für Flugeinsätze wollen.

von Kronen Zeitung und ooe.krone.at

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