Di, 12. Dezember 2017

Tiefpunkt erreicht

02.10.2010 18:09

Linzer nach 0:1 gegen Mattersburg neues Schlusslicht

Der LASK ist am vorläufigen Tiefpunkt der laufenden Saison angekommen. Am Samstag unterlagen die hilflosen Linzer im Kellerduell der Fußball-Bundesliga zu Hause Mattersburg mit 0:1 (0:1), die Burgenländer ließen damit die Rote Laterne in Oberösterreich und weisen nun zwei Punkte Vorsprung auf die Elf von Helmut Kraft auf.

In einer spielerisch äußerst bescheidenen Partie holten die Burgenländer dank des vierten Saisontors von Patrick Bürger die ersten Punkte in der Fremde, saisonübergreifend sogar den ersten Auswärtssieg seit dem 4:2 am 6. März bei Austria Kärnten. Der LASK blieb hingegen trotz betont offensiver Aufstellung 2010/11 zum siebenten Mal ohne Treffer.

Zumindest zu Beginn des Spiels war von Trainer Krafts gefordertem Drang nach vorne aber nichts zu sehen. Mattersburg, zum ersten Mal seit der vierten Runde wieder mit Thomas Borenitsch im Tor und dem zuletzt gesperrten Ilco Naumoski im Sturm, gab in den ersten zwölf Minuten den Ton an. Der LASK zeigte sich in der Abwehr neuerlich extrem fehleranfällig, überstand diese Phase aber unbeschädigt.

Chancen vergeben
Langsam kam das Spiel der Linzer, die mit Lukas Kragl (links), Daniel Kogler (rechts) auf den Flanken sowie dem Doppelsturm Alexander Zickler, Christian Mayrleb sehr offensiv aufgestellt waren, besser auf Touren. Schwarz-Weiß diktierte das Geschehen klar und kam auch zu mehreren guten Möglichkeiten. Borenitsch bewahrte die Gäste aber mit gelungenem Stellungsspiel und Reflexen vor dem Rückstand.

Versäumnisse der "Athletiker", die sich in der 34. Minute rächten: Die Linzer Defensive ließ sich mit einem langen, hohen Zuspiel von Manuel Seidl aus dem Mittelfeld düpieren, Bürger war Chinchilla-Vega enteilt und erzielte aus Kurzdistanz das 1:0 für die Gäste (38.).

Handspiel nicht gesehen
Der LASK blieb in der Folge und auch nach dem Seitenwechsel am Drücker - und hatte den Ausgleich bald nach Wiederbeginn vor Augen: Kragl jagte nach einem hohen Pass aber den aufspringenden Ball in den Linzer Himmel (47.). Die Burgenländer beschränkten sich auf Defensivarbeit und rare Konter, die Hausherren konnten trotz optischer Überlegenheit aber nur wenige wirklich gefährliche Situationen schaffen.

Selbst mit Fortdauer der Partie und der Blamage vor Augen konnte Schwarz-Weiß kaum Akzente setzen, verhedderte sich nur all zu oft in der Mattersburger Defensive und hatte auch keine Fortune als ein Handspiel von Markus Schmidt im Strafraum ungeahndet blieb (64.). Passend zum Verlauf der Partie sah LASK-Kapitän Rene Aufhauser im Finish nach einem Foul erst Gelb und wegen Kritik an dieser Entscheidung postwendend Gelb-Rot (89.). Nach dem Abpfiff ließen mehrere Dutzend Fans der Linzer auf der Laufbahn mit "Reichel raus!"-Sprechchören ihrem Frust freien Lauf.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden