Fr, 15. Dezember 2017

Schräge Erkenntnisse

01.10.2010 14:04

"Unwürdige" Nobelpreise in Harvard verliehen

Kurz vor der Bekanntgabe der "echten" Nobelpreisträger in der kommenden Woche sind an der amerikanischen Elite-Universität Harvard die höchsten Auszeichnungen für unwahrscheinliche und skurrile Forschungsarbeiten, die Ig-Nobelpreise, verliehen worden. Die Preise wurden - wie seit einigen Jahren üblich - von wirklichen Nobelpreisträgern überreicht.

Den Ig-Friedensnobelpreis gewannen Professor Richard Stephens (Bild) und seine Studenten für die von ihnen nun wissenschaftlich untermauerte Erkenntnis, dass Fluchen schmerzlindernd wirken kann.

Der Professor machte diese Erfahrung, als er sich mit dem Hammer auf den Daumen schlug und ihm dabei ein nicht druckbarer Fluch entfuhr, nach dem er sich aber besser fühlte. Kurz darauf brachte seine Frau die gemeinsame Tochter zur Welt und fluchte bei den besonders langen und schmerzhaften Wehen so unflätig, dass dabei selbst ein Seemann errötet wäre.

Sie habe sich danach bei der Hebamme entschuldigt, berichtete Stephens und fügte wissenschaftlich hinzu: "Wir denken, dass beim Fluchen eine innere Reaktion in einem selbst erzeugt wird, die das Nervensystem anregt und eine Kampf- oder Fluchtreaktion auslöst."

Über die Schuhe gezogene Socken mindern Rutschgefahr
Neuseeländische Forscher bekamen den Ig-Physiknobelpreis für den wissenschaftlichen Nachweis, dass über die Schuhe gezogene Socken die Rutschgefahr auf glatten Wegen deutlich mindern. Der Management-Preis ging an drei Wissenschafter, die mathematisch bewiesen, dass jene Organisationen effizienter werden, die Beförderungen nach dem Zufallsprinzip vornehmen.

Bis auf eine Ausnahme waren unter den 1.200 Gästen der seit 20 Jahren stattfindenden Veranstaltung alle Preisträger anwesend. Lediglich die Manager von Goldman Sachs, AIG, Lehman Brothers, Bear Stearns, Merril Lynch und Magnetar wollten den Wirtschaftsnobelpreis für die Erfindung und Förderung neuer Investitionen nicht entgegennehmen.

Mauer des Schweigens
Der Chefredakteur der "Annals of Immprobable Research" ("Annalen der unwahrscheinlichen Forschung"), Marc Abrahams, sagte, schon der Versuch, Einladungen auszusprechen, sei bei den Mitverantwortlichen der schweren Finanzkrise gegen eine Mauer des Schweigens geprallt. "Sie haben nie geantwortet, noch nicht einmal mit einem 'Nein, danke'."

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