Fr, 24. November 2017

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01.10.2010 11:34

Beschwerden-Zahl bei Patienten-Anwaltschaft stabil

Die Zahl der Beschwerdefälle, die bei der Patienten-Anwaltschaft 2009 bearbeitet worden sind, ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. 1.248 Mal musste die Organisation beratend eingreifen, 2008 war das 1.239 Mal der Fall gewesen - einfache telefonische Auskünfte nicht eingerechnet. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht der Patientenanwaltschaft hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde.

Die meisten Beschwerdefälle betrafen die Krankenanstalten, hier gab es auch eine Steigerung um neun Prozent gegenüber 2008. Rückgänge um 32 bzw. 39 Prozent wurden hingegen beim Patienten-Entschädigungsfonds und im Bereich der Sozialversicherungsträger verzeichnet. Stabil blieben die Probleme mit niedergelassenen Ärzten, Alten- und Pflegeheimen sowie der Rettung.

Einer von 914 Patienten beschwert sich
Bei den 21 Krankenhäusern, die ausgewertet wurden, beschwerte sich im Durchschnitt einer von 914 Patienten. Die Bandbreite war hierbei aber enorm - im besten Spital suchte nur einer von 2.950 Behandelten die Hilfe der Patienten-Anwaltschaft, der schlechteste Schnitt lag bei einem von 439 Kranken. In absoluten Zahlen stiegen die gemeldeten Probleme in den vergangenen Jahren an, von 2008 auf 2009 etwa von 526 auf 574 Fälle. Der Durchschnitt der Beschwerdehäufigkeit ging aber zurück.

Die geringste Beschwerdefrequenz wiesen im vergangenen Jahr die Landeskliniken Zwettl (2.950), Waidhofen an der Thaya (1.789) sowie Scheibbs (1.407) auf. Die übrige Reihung wollte die Patientenanwaltschaft nicht bekanntgeben - weil so der Eindruck entstehen könnte, dass auch die medizinische Qualität in diesen Häusern mangelhaft sei, erklärte Patientenanwalt Gerald Bachinger. Tatsächlich würden zwei Dritteln der Beschwerdefälle in der Regel Informations- und Kommunikationsprobleme zugrunde liegen, die leicht aufgeklärt werden könnten.

Meiste Beschwerden in Chirurgie und Unfallchirurgie
Beim übrigen Drittel komme es in der Hälfte der Fälle gleich zu Verhandlungen mit der Haftpflichtversicherung und in der Folge zu Entschädigungen für Patienten. Die andere Hälfte werde vor der Schiedsstelle der Ärztekammer behandelt - wovon wiederum etwa 50 bis 60 Prozent für die Patienten positiv ausgehen würden, so Bachinger. Die meisten Beschwerden in Spitälern gab es in der Chirurgie und der Unfallchirurgie - sie machten mit 46,2 Prozent gemeinsam fast die Hälfte der Fälle aus.

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