Mo, 18. Dezember 2017

Hinterhältige Coups

30.09.2010 08:21

Gauner suchen auf Friedhöfen gezielt nach Opfern

Auf der Suche nach leichter Beute und wehrlosen Opfern suchen, wie berichtet, immer mehr Kriminelle Friedhöfe heim. Diese hinterhältige Ausweich-Kriminalität macht der Polizei Sorgen. Allein in jüngster Zeit waren zwei ältere Frauen in Wels und Laakirchen zu Opfern bewaffneter Raubüberfälle geworden. Von den Tätern fehlt aber jede Spur.

Gerade vor Allerheiligen herrscht auf Friedhöfen reger Betrieb. Nach den Vorfällen in letzter Zeit haben nun aber viele Oberösterreicher Sorgen beim Besuch der Gräber. Denn dort schlagen immer wieder Gauner zu: Laut Statistik wurden im Vorjahr 30 Vandalenakte angezeigt, die Dunkelziffer ist sicher höher.

Auch Diebe schlagen immer wieder zu: So wurden beim Urnenfriedhof Kleinmünchen mehrere Gestecke um 500 Euro gestohlen, am Barbarafriedhof sowie am Bergfriedhof Pöstlingberg Dutzende Blumen entwendet und eine bronzene Grablaterne erbeutet. Auf batteriebetriebene Grabkerzen hatten es Diebe am Friedhof Ebelsberg abgesehen.

Zudem kam es zuletzt zu mehreren Überfällen: In Wels wurde eine 81-Jährige am Grab mit einer Waffe bedroht. Am Friedhof in Laakirchen wurde eine 85-Jährige ausgeraubt. "Für die Täter sind Friedhöfe ideal, weil sie dort meist ältere Frauen als Opfer finden", so ÖVP-Sicherheitssprecher Josef Hackl.

Ein "Rezept" wurde am Linzer Barbarafriedhof gefunden: "Bei uns sorgt ein Portier für Sicherheit", erklärt Verwalter Clemens Frauscher.

von Johannes Nöbauer, "Oberösterreichische Krone"

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