Sa, 18. November 2017

Technik-Akzeptanz

29.09.2010 11:02

Ein Drittel der Österreicher würde Chip implantieren

Die Akzeptanz der Österreicher gegenüber Technologien ist laut einer am Dienstag in Wien präsentierten Umfrage der Telekom Austria in den vergangenen Jahren gestiegen. Obwohl sich immerhin gut ein Drittel durchaus vorstellen könnte, einen Mikrochip zu implantieren, ist die Mehrheit der Befragten doch der Auffassung, dass der Technik gewisse Grenzen gesetzt werden sollten.

78 Prozent der 500 von SORA Befragten sind an neuen technologischen Entwicklungen interessiert, wobei besonders Junge, Gebildete, Städter und Männer hervorstechen. Allerdings wollen nur zwölf Prozent diese neue Technik auch sofort ausprobieren. Die Mehrzahl wartet lieber die Erfahrungen der "early adopter" ab und versucht sich erst daran, wenn sich das neue "Spielzeug" bewährt hat.

Was den "Nutzen" von Technologie betrifft, hat sich die Zustimmung von 1997 bis heute fast durchgängig gesteigert: Den größten Sprung machte hier das Handy von 56 auf 87 Prozent. Die Medizintechnik erreicht mit 96 Prozent den höchsten Wert.

"Techno-Doping" stößt auf Ablehnung
Skeptischer sind Herr und Frau Österreicher jedoch, wenn es um den eigenen Körper geht: Bei Erkrankungen kann man sich den Ersatz von Armen, Beinen etc. zwar vorstellen, bei einem künstlichen Gehirn hört sich jedoch für zwei Drittel der Spaß auf. Solches Techno-Doping bei einem gesunden Körper stößt bei 83 Prozent auf Ablehnung.

Auch mit der Implantierung eines Mikrochips mit Patientendaten und für Notsignale können sich nur 29 Prozent anfreunden - während 70 Prozent ein entsprechendes Armband tragen würden, so Christoph Hofinger vom SORA-Institut, das die Umfrage durchführte.

So sehen die Österreichier die Zukunft
Nach der Zukunft gefragt, glauben 58 Prozent daran, dass Volksschüler in den nächsten zehn Jahren ausschließlich mit Computern arbeiten werden, 29 Prozent erwarten diese Entwicklung innerhalb eines Jahrhunderts.

Dass innerhalb eines Jahrzehnts Menschen mittels implantierten Mikrochips jederzeit zu orten sein werden, Schüler durch E-Learning-Plattformen von zu Hause lernen und Menschen ihre Körper durch neue Technologien "aufpeppen" werden, glauben 46, 40 bzw. 36 Prozent. Dass sich menschliche Erinnerungen einmal wie Daten auf Computern abspeichern lassen, wird nur von 28 Prozent bezweifelt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden