Mo, 11. Dezember 2017

Herbstferien

29.09.2010 09:30

Betreuung für Kinder zum Großteil schon gesichert

Die Salzburger Eltern haben in den erstmals stattfindenden Herbstferien von 23. Oktober bis 2. November die Betreuung ihrer Kinder schon gesichert. Das zeigt eine Bedarfserhebung des Salzburger Landesschulrats, die diese Woche abgeschlossen wird. Bisher gebe es lediglich 180 Meldungen, sagte Landesschulratspräsident Herbert Gimpl.

Über des Schulservice des Landesschulrats wurden alle Eltern von Kindern an Volks-, Haupt- und Sonderschulen bzw. an der Unterstufe der Gymnasien mit Beginn des Herbstsemesters aufgefordert, sich zu melden, falls sie an den schulfreien Tagen von 27. bis 29. Oktober Betreuungsangebote für ihre Kinder in Anspruch nehmen möchten. Die Reaktion war gering: Nur für 180 Kinder - von insgesamt rund 50.000 Schülern zwischen sechs und 14 Jahren - wurde Betreuungsbedarf gemeldet. "Für mich ist das ein Zeichen, dass die Familien gut vorgeplant haben und wissen, was sie in den Herbstferien machen", sagte Gimpl.

Gimpl ist "ergebnisoffen"
Die Kritik an den Herbstferien, die Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) im Vorjahr auf Initiative von Elternvertretern durchgesetzt hat, versteht der Präsident nicht. "Jetzt muss man abwarten. Die Leute sollen das erleben und dann darüber befinden." Nach den Herbstferien werde es eine repräsentative Befragung geben, ob sie sich bewährt haben oder nicht. "Ich bin ergebnisoffen", erklärte Gimpl.

Die Gegner der Herbstferien führen vor allem zwei Argumente an: Viele Eltern hätten nicht so viel Urlaub, um die schulpflichtigen Kinder in der zusätzlichen Ferienwoche selbst zu betreuen. Außerdem werde wenige Wochen nach Schulbeginn der Unterricht schon wieder unterbrochen und damit eine wichtige Lernphase gestört. Die Befürworter der Herbstferien hingegen sehen die Möglichkeit eines Familienurlaubs abseits der Hochsaison.

Noch kein "großer Hurra-Schrei"
Er habe das Gefühl, dass die Herbstferien nicht das Anliegen der Lehrer waren, sagte Lehrergewerkschafter Hans Siller (FCG): "Ich habe keinen großen Hurra-Schrei gehört." Für die Lehrer gebe es wichtigere Themen, ist Siller sicher. Richtig sei aber, dass es durch die Herbstferien zu einer Unterbrechung einer sehr produktiven Lehr- und Lernzeit zwischen Schulbeginn und Weihnachten komme. Der Gewerkschafter ist sich aber sicher, dass - wenn man sich erst an diesen neuen Ferientermin gewöhnt habe - niemand mehr darauf verzichten wollen wird. Schließlich fallen 2011 Nationalfeiertag und Allerheiligen wieder so, dass zwischen Feiertagen und Wochenenden nur wenige Arbeits- oder Schultage liegen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden