So, 19. November 2017

Jede Hilfe zu spät

25.09.2010 10:46

Zeuge stirbt bei Prozess in Salzburg an Herzstillstand

Während eines Prozesses ist am Donnerstag ein 67-jähriger Zeuge am Salzburger Landesgericht an einem plötzlichen Herzstillstand gestorben. Der Mann aus dem Pongau hatte zuvor bei der Zivilverhandlung ausgesagt und sich dann auf die Zuhörerbank gesetzt. Dort erlitt er die Herzattacke. "Richter Walter Dalus leitete sofort alle Hilfsmaßnahmen ein. Doch auch alle Wiederbelebungsversuche durch den Notarzt halfen nichts mehr", teilte Landesgerichtspräsident Hans Rathgeb am Samstag mit.

Als der Pongauer gegen 16 Uhr im Gerichtssaal zusammenbrach, war die Aufregung und Betroffenheit groß. Nicht nur der Richter, auch die Rechtsanwälte und Zeugen leisteten Erste Hilfe. Der Notarzt, der nur wenige Minuten nach der Alarmierung im Gericht eingetroffen war, versuchte den Mann noch mit einem Defibrillator zu reanimieren. Doch vergeblich.

Der Herztod stehe vermutlich nicht in einem Zusammenhang mit der Zeugenaussage des Mannes, meinte der Landesgerichtspräsident. "Er hat emotionslos ausgesagt und er zeigte auch keine Anzeichen, dass ihm schlecht war", schilderte Rathgeb die Angaben der Beteiligten.

Verhandlung nach traurigem Zwischenfall vertagt
Der 67-Jährige habe das Ende des Prozesses im Saal abwarten wollen, um mit anderen Zeugen zurück in den Pongau zu fahren. Nach dem traurigen Zwischenfall vertagte der Richter die Verhandlung. Er hätte noch sieben Zeugen einvernehmen müssen.

"Dalus war sehr gefasst und hat die Situation souverän gemeistert. Er hat alles erforderliche getan", betonte Rathgeb. Laut Notarzt sei der Herztod offenbar auf die Witterungsverhältnisse zurückzuführen gewesen. Die Rettungskräfte hätten an diesem sehr warmen und föhnigen Spätsommertag in Salzburg wegen zahlreicher Kreislaufzusammenbrüche alle Hände voll zu tun gehabt.

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