Fr, 24. November 2017

Gut ausgestattet

24.09.2010 14:59

Drogenlabor im Bezirk Amstetten aufgeflogen

Ein "Labor" zur Herstellung synthetischer Drogen haben Suchtgiftfahnder in Amstetten ausgeforscht und dabei Metamphetamin im Marktwert von 180.000 Euro sichergestellt. Laut Sicherheitsdirektor Franz Prucher handelte es sich um die größte bisher in Österreich entdeckte derartige Produktionsstätte. Die mutmaßlichen Erzeuger und Suchtmittelhändler (31 und 32 Jahre alt) sind in St. Pölten in Haft.

Auf die Spur der - "amtsbekannten" - Verdächtigen kam die Polizei über Konsumenten, so Prucher am Freitag. Fünf Abnehmer aus dem Bezirk Amstetten und Wien wurden angezeigt.

Sechs Wohnungen zeitgleich durchsucht
In einer mit der Staatsanwaltschaft abgestimmten Aktion waren - bereits Ende April - im Raum Amstetten gleichzeitig an sechs Wohnadressen Hausdurchsuchungen vorgenommen worden. Gefunden wurden in dem Haus mit dem Drogenlabor schließlich Tausende Stück ephedrinhältige Tabletten. Diese Menge an Vorläuferstoffen hätte ausgereicht, um rund 1.800 Gramm reine Metamphetaminbase bzw. eine dreifach gestreckte Menge der Droge für den Verkauf zu erzeugen.

Das "Labor" war laut Prucher technisch perfekt ausgestattet. Neben den Vorläuferstoffen - 256 volle und 574 leere Packungen "Reactine Duo" (insgesamt 7.168 Stück) sowie 75 leere Schachteln "Rhinopront" - wurden größere Mengen von hochwertigem Metamphetamin mit einem Reinheitsgehalt von 95 Prozent, zwei Kilogramm Cannabiskraut, Psilocybin (halluzinogene Pilze), Morphium und Kokain sowie eine Vielzahl an Chemikalien sichergestellt.

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