Mi, 13. Dezember 2017

Kampf den Gaunern

24.09.2010 10:36

"Pro Nachbar" ab sofort in Gneis und Oberndorf aktiv

Das System ist simpel: Die Mitglieder kooperieren mit der Polizei. Diese gibt per E-Mail Bescheid, wenn es in der Umgebung einen entsprechenden Vorfall gab. Die Bewohner sind dann gewarnt. Sobald sie etwas Verdächtiges beobachten, alarmieren sie wiederum die Exekutive.

Karl Brunnbauer ist mit "Pro Nachbar" bereits seit mehreren Jahren in Wien aktiv. Dank der Unterstützung der 4.000 Mitglieder konnte die Polizei dort schon Einbrecher, Betrüger und Diebe dingfest machen. Nun soll das Konzept auch in Salzburg-Gneis und in Oberndorf übernommen werden. Unter dem Motto "Wir lassen uns das nicht mehr bieten!" fanden sich am Mittwoch 100 Interessierte sowie Kripochef Andreas Huber beim Infoabend in Gneis ein. "Das ist eine gute Sache. Wir sind bei unseren Ermittlungen oft auf die Beobachtungen der Bürger angewiesen", erklärte Huber.

"Wir sind keine Insel der Seligen mehr"
"Erst vor Kurzem wurde hier in Gneis von Vandalen auf einer Baustelle ein Wasserhahn aufgedreht. Der ganze Keller stand danach unter Wasser. Und dann gab es noch einen Einbruch, bei dem ein Mofa gestohlen wurde. Wir sind keine Insel der Seligen mehr. Deswegen ist es wichtig, dass die Nachbarn gegenseitig auf sich schauen", begründete Paul Bankhammer seinen Einsatz für "Pro Nachbar". Er fungiert als Ansprechpartner für alle Interessierten.

Hans Weiner, vormaliger Werksleiter bei Miele in Bürmoos, übernimmt die selbe Position in Oberndorf. "Wir erfahren zu wenig über Einbrüche und andere Delikte in der Region. Die Kriminalität ist aber da und wir können uns besser schützen, wenn wir vernetzt und informiert sind", so Weiner. Er habe im Rahmen seiner beruflichen Karriere geholfen, eine private Bewachung der Betriebe in Bürmoos und Lamprechtshausen auf die Beine zu stellen. Dank der Kooperation gab es danach keine Probleme mehr.

von Manuela Kappes, "Salzburger Krone"

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