Mo, 20. November 2017

Reumut in Person

20.09.2010 17:50

Kokainbesitz: Hilton bekennt sich vor Gericht schuldig

Adrett gekleidet, mit weißer Bluse und schwarzem Bleistiftrock, die Hände unschuldig vor dem Bauch gefaltet und nur einen Hauch zarten Make-ups im Gesicht, so ist US-Starlet Paris Hilton am Montag in Las Vegas vor Gericht erschienen. Mit reumütig niedergeschlagenen Augen hat sich die 29-Jährige, wie vergangene Woche mit der Staatsanwaltschaft vereinbart, wegen Drogenbesitzes und Widerstands gegen die Staatsgewalt schuldig bekannt.

Gegenüber dem als streng bekannten Richter Joseph Bonventure gab sie zu, Kokain bei sich gehabt zu haben, als sie in Las Vegas von der Polizei angehalten worden war. Und auch die Tasche, von der sie behauptet hatte, sie sei ausgeliehen gewesen, sei ihre. "Ich habe dem Officer gesagt, dass mir die Tasche nicht gehöre", erklärte Hilton vor dem Richter. In Wahrheit habe sie die Handtasche aber einen Monat zuvor gekauft.

Sie entgeht damit einer einjährigen Gefängnisstrafe und hat stattdessen ein Jahr Haft auf Bewährung erhalten. Außerdem muss der ehemalige Opernballstargast von Richard Lugner eine Strafe von 2.000 Dollar (rund 1.500 Euro) bezahlen und 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Falls Hilton sich irgendeines Vergehens schuldig mache, und sei es auch nur eine Geschwindigkeitsüberschreitung, droht ihr ein Jahr Gefängnis. Das Gericht will da kein Auge mehr zudrücken.

Gefängnis ist nicht das Waldorf Astoria
"Ich garantiere Ihnen, dass das Clark County Dentention Center nicht das Waldorf Astoria ist", warnte der Richter Hilton noch einmal eindringlich vor jeglichem Blödsinn. Hilton ist in dem berühmten New Yorker Hotel aufgewachsen.

Der 29-Jährigen, die von Anwalt David Chesnoff vertreten wird, wurde kein Bewährungshelfer zugeteilt. Sie muss sich nicht bei den Behörden melden. Dennoch erkenne seine Mandantin den Ernst der Lage und wisse die Chance, die ihr gegeben worden sei, zu schätzen. "Sie darf sich nichts zuschulden kommen lassen", sagte Chesnoff.

Marihuana-Geruch wurde zum Verhängnis
Die Hotelerbin war am 27. August in Las Vegas von der Polizei angehalten worden, weil es aus dem schwarzen Cadillac Escalade nach Marihuana roch. Sie und ihr Freund, der 34-jährige Nachtklubbesitzer Cy Waits, der am Steuer des Wagens gesessen hatte, wurden vorübergehend festgenommen und befragt. Als Hilton nach ihrer Lippenpflege greifen wollte, fiel ein kleines Plastiksackerl aus ihrer Chanel-Handtasche einem Beamten direkt vor die Füße. Darin befanden sich 0,8 Gramm Kokain.

Das Party-Girl hatte zunächst ausgesagt, die Tasche und das Kokain gehörten ihr nicht, das Zigarettenpapier, mehrere Kreditkarten und 1.300 Dollar in bar aber schon. Zwei um ihren Ruf besorgte Klubs in Las Vegas distanzierten sich nach der Festnahme von Hilton.

Das Starlet war bereits bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika vorübergehend wegen Marihuana-Besitzes festgenommen worden. Von einer Anklage gegen sie wurde abgesehen, da ihre Begleiterin die Schuld auf sich nahm.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden