Mo, 20. November 2017

Generationswechsel

15.09.2010 19:06

Land braucht in nächsten Jahren 10.000 neue Lehrer

Die langen Wartezeiten auf Lehrerposten sind vorbei! Während ausgebildete Volksschullehrer in der Vergangenheit bis zu vier Jahre auf einen Job warten mussten, werden Pädagogen bald zur Mangelware – ein großer Generationenwechsel steht an. In den nächsten zehn Jahren braucht Oberösterreich 10.000 neue Lehrer.

"In diesem Schuljahr haben wir alle Lehrerstellen abgedeckt", erklärt Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer, dass es bei uns derzeit noch kein großes Lehrer-Mangel-Problem gibt. Sollte es zu kurzzeitigen Engpässen kommen, werden diese mit Überstunden oder Erhöhung der Stunden anderer Lehrer ausgeglichen.

Am Montag mussten noch 40 Dienstposten im Pflichtschulbereich ausgeschrieben werden, können aber laut Enzenhofer "ohne Probleme besetzt werden". Auch sei es normal, dass zu Schulbeginn nicht angemeldete Kinder kommen."

"Man muss die Arbeit mit jungen Menschen lieben"
Schaut man sich aber die Alterstatistiken der Pädagogen in Oberösterreich an, kann es in den nächsten zehn Jahren zu einem starken Mangel kommen – wenn die Hälfte der Lehrer in Pension geht. Ein Beispiel dafür ist Konrad Schmid (Bild) – Professor für Deutsch und Latein am Linzer Khevenhüller Gymnasium. Er hat in einer Zeit begonnen, als der Bedarf ebenfalls groß war. "Man muss die Arbeit mit jungen Menschen lieben und immer wieder neue Herausforderungen bewältigen", beschreibt Schmid die Anforderungen für seinen Job.

Die Garantie auf eine Stelle macht den Lehrerberuf auch wieder attraktiver. Die Pädagogischen Hochschulen im Land ob der Enns verzeichnen heuer ein deutliches Plus bei den Studierenden –  über 1.000 Studenten in der Diözese Linz sind sogar eine absolute Rekordzahl.

von Sabrina Kainrad, "OÖ Krone"

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