So, 19. November 2017

„Flaschenköpfe“

15.09.2010 01:17

Brauereichefs kontern wildem Protest der Politiker

Im Vorjahr ist es der Aufreger des Rupertikirtags gewesen: Salzburgs Politiker zierten als "Flaschenköpfe" die Getränke der Weißbierbrauerei. Nicht alle nahmen das mit Humor (siehe Nachlese in der Infobox). Darum haben sich die Chefs des beliebten Gasthauses jetzt selbst auf die Schaufel genommen. Heuer schmücken ihre Konterfeis das Ruperti-Bier.

"Wir hatten das mit den Flaschenköpfen ja nie als Beleidigung gedacht", so Peter Huber von der "Weißen": "Und wir wollten schon gar nicht noch einmal so einen Wirbel wie im Vorjahr." Denn damals fanden sich die Porträts von Bürgermeister Heinz Schaden, Vize Harald Preuner, Grün-Stadtrat Padutsch und von FPÖ-Chef Karl Schnell auf dem Etikett.

Nur letzterer sah das gelassen: "Wer in der Politik keinen Humor hat, soll aufhören. Da müsste er ja bei jedem TV-Kabarett abdrehen." Salzburgs Stadtoberhaupt Heinz Schaden hingegen boykottiert seither seinen früheren Lieblings-Wirten.

So haben sich heuer Ex-ÖVP-Gemeinderat Hans Gmachl (er besitzt die Liegenschaft), die beiden Pächter Gustl Absmann und Peter Huber sowie Braumeister Wolfgang Schwaitl entschlossen, selbst als "Flaschenköpfe" zu agieren: "Wir sehen in unseren Porzellan-Flaschenköpfen ja etwas Wertvolles. Wenn die nicht dicht sind, dann geht das Bier kaputt."

Das eigens gebraute Ruperti-Bier mit 13 Grad Stammwürze und 5,5 Prozent wird ab Mittwoch, dem 22. September, 11 Uhr am Alten Markt ausgeschenkt.

von Wolfgang Weber, "Salzburger Krone"

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