Mi, 22. November 2017

Tests angekündigt

14.09.2010 09:56

Augenscanner in den USA tastet Iris im Vorbeigehen ab

Als Alternative zum Fingerabdruck will das US-Heimatschutzministerium im Oktober neue Augenscanner testen. Sie können nach einem Bericht der "USA Today" vom Montag Iris-Aufnahmen aus einer Entfernung von bis zu zwei Metern machen - auch von den Augen vorbeigehender Menschen. Die Tests sollen an der texanisch-mexikanischen Grenze in McAllen stattfinden. "Testobjekte" sind illegale Einwanderer.

Iris-Scanner wurden dem Bericht zufolge bereits vom US-Militär 2007 im Irak eingesetzt, um Gegnern auf die Spur zu kommen. Damals seien Tausende Iraker gescannt worden. Auch auf einigen US-Flughäfen seien die Geräte schon eingesetzt worden.

Wie bisher die Fingerabdrücke werden die digitalen Iris-Aufnahmen in Datenbanken gespeichert. Die neue Technologie arbeitet schneller und – sofern gewünscht - wegen des "Entfernungsvorteils" auch unauffälliger.

Die Bürgerrechtsorganisation ACLU hat gegenüber dem Vorhaben der Heimatschützer Bedenken geäußert. Sie fürchtet "den großen Bruder": Wenn man alle Personen ohne deren Wissen aus einer Entfernung identifizieren könne, erlaube das eine Überwachung, wo immer es eine Kamera und Zugang zum Internet gebe.

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