Do, 23. November 2017

Tour zu anstrengend

13.09.2010 09:29

Bergsteigerin nimmt Helikopter als „Luft-Taxi“

In einer Felswand hat am Wochenende eine 51-jährige Deutsche am Breithorn in Saalfelden die ganze Nacht ausgeharrt. Der Frau war eine Kletterroute zu anstrengend geworden. Daher beschloss sie, sich in einer geschützten Nische schlafen zu legen. Am Morgen ließ sie sich mit einem Hubschrauber zur nächsten Hütte fliegen.

Die Urlauberin aus Garching bei München wollte bereits am Samstag über den Südanstieg auf das Breithorn klettern. Die Route mit dem Schwierigkeitsgrad 3 ist aber ziemlich kräfteraubend. Als es zu dämmern begann, gab die Deutsche schließlich auf. Die Frau wusste, dass eine Bergung bei Dunkelheit schwierig ist, daher wollte sie erst am nächsten Morgen Hilfe rufen.

Biwak errichtet
Sie suchte in einer Seehöhe von rund 2.250 Metern eine geschützte Nische, wo sie übernachten konnte. Die bestens ausgerüstete Sportlerin errichtete ein Biwak und hüllte sich in eine dicke Decke ein. So überstand sie die nächtlichen Temperaturen um null Grad völlig unversehrt.

Flug wird in Rechnung gestellt
Sonntag früh schlug die Frau Alarm. "Wir starteten sofort mit dem Hubschrauber. Die Kletterin war völlig erschöpft. Wir bargen sie mit dem 30-Meter-Seil. Sie wollte zur Riemann-Hütte. Dort setzten wir sie ab", berichtet Flugretter Martin Leitinger vom Alpin-Heli 6. Die Deutsche erholte sich rasch. Sie stieg schließlich zu Fuß bis ins Tal zu ihrem Auto ab. Den Flugeinsatz muss sie bezahlen, als erfahrene Alpinistin verfügt sie aber über eine Versicherung.

"Salzburger Krone"
Symbolbild

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