Fr, 15. Dezember 2017

Fußball-Bundesliga

12.09.2010 09:58

Wr. Neustadt siegt gegen Kapfenberg souverän mit 3:0

Der angekündigte Rückzug von Hauptsponsor Magna mit Saisonende hat aus sportlicher Sicht vorerst keine negativen Spuren beim SC Wiener Neustadt hinterlassen. Die Niederösterreicher feierten am Samstagabend in der siebenten Runde der Fußball-Bundesliga einen völlig verdienten 3:0-(1:0)-Heimsieg gegen die Kapfenberger SV. Tomas Simkovic vor der Pause (18.) sowie Patrick Wolf (49.) und Alexander Grünwald (79.) nach dem Seitenwechsel schossen die Mannschaft von Coach Peter Schöttel zum Erfolg.

Für die Wiener Neustädter war es der erste Erfolg nach vier sieglosen Runden sowie drei bitteren Niederlagen in Folge, sie verbesserten sich in der Tabelle vor dem Wiener Derby am Sonntag auf den vierten Platz. Die sehr enttäuschende Truppe von Coach Werner Gregoritsch kassierte hingegen nach dem 0:1 in Ried die zweite Niederlage en suite.

Das Zuschauerinteresse in Wiener Neustadt war nach den Vorkommnissen am Dienstag noch geringer als sonst. Die Hausherren zeigten sich allerdings unbeeindruckt, waren nach der Länderspielpause frisch und topmotiviert und verdeutlichten, dass sie sich nun bis zum Winter für andere Vereine in die Auslage spielen wollen.

Kapfenberg kaum gefährlich
Schon in der dritten Minute deutete Grünwald mit einem Freistoß, der vorbeiging, seine Gefährlichkeit an. Die Schöttel-Truppe kontrollierte die Partie und kam auch zum Führungstreffer: Nach einem Wolf-Querpass setzte sich Simkovic im 1:1-Duell mit Pitter durch und traf mit links unhaltbar für KSV-Goalie Raphael Wolf ins Eck (18.). Thonhofer (25.) und Simkovic (42.) kamen daraufhin mit Distanzschüssen dem 2:0 nahe.

Die Obersteirer, die zuletzt ein Kurz-Trainingslager in der Steiermark absolviert hatten, versteckten sich nicht, kamen vor der Pause aber nur zweimal in die Nähe des Wiener-Neustadt-Tores. Fornezzi konnte sich bei einem Elsneg-Kopfball auszeichnen (20.), außerdem ging ein Kocin-Linksschuss am Kreuzeck vorbei (45.).

3:0 aus gesicherter Defensive
In der zweiten Hälfte machten die Wiener Neustädter dank eines Patzers von KSV-Goalie Wolf schnell den Sack zu. Im Vergleich zum Führungstreffer traten Wolf und Simkovic diesmal in verkehrten Rollen in Aktion. Nach Zuspiel von Simkovic zog Wolf ab und der Ball ging unter den Händen seines Namensvetters Raphael Wolf hindurch zum 2:0 ins Netz (49.).

Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken ließen es die Gastgeber dann ruhiger angehen, beschränkten sich auf eine gesicherte Defensive. Die Steirer wiederum schafften es nicht, torgefährlich zu werden. Ganz im Gegenteil waren sogar die "Blau-Weißen" dem 3:0 näher, das am Ende auch noch fiel. Grünwald kam in Strafraumnähe glücklich an den Ball schoss mit links überlegt ins lange Eck ein (79.). Zuvor hatte KSV-Schlussmann Wolf seine Mannschaft mit einer Parade bei einem Koulousek-Freistoß vor einem höheren Rückstand bewahrt (62.).

Die Meinungen zum Spiel
Peter Schöttel (Wiener-Neustadt-Trainer): "Es ist eine Erleichterung für uns alle. Die vergangenen Wochen waren schwierig, vor allem auch aus sportlicher Sicht. Wir haben Phasen drinnen gehabt, die schwach waren. Man hat gemerkt, dass ein Druck da war, da wir die letzten vier Pflichtspiele verloren und viele Tore kassiert hatten."

Zur Vereinszukunft: "Ich gehe das Ganze sehr optimistisch an, rechne damit, dass auch im nächsten Jahr ein Budget vorhanden sein wird, damit man in Wiener Neustadt Bundesliga-Fußball sehen kann. Ich weiß, dass sich im Hintergrund einige Leute sehr bemühen."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Unser Problem war, dass wir Selbstbewusstsein mit Selbstgefälligkeit verwechselt haben. Wir haben dumme Fehler gemacht, es war unsere schwächste erste Hälfte in dieser Saison. In der zweiten Hälfte sind wir anders aufgetreten. Alar hatte die Chance auf das 1:1, bei 0:2 wurde ein klarer Elfmeter nicht gegeben. Aber wir waren in allen Belangen schwächer. Wir hatten eine schlechtere Zweikampfstatistik als der Gegner, das zeigt, dass wir nicht gut waren. Wir müssen Dinge verbessern, die wir schon besser gemacht haben."

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