Sa, 18. November 2017

Maßnahmen gesetzt

09.09.2010 15:25

BSE-Verdachtsfall im Bezirk Wiener Neustadt bestätigt

Einen BSE-Verdachtsfall im südlichen Niederösterreich hat das Gesundheitsministerium am Donnerstag bestätigt. Eine 15 Jahre alte Kuh war im Bezirk Wiener Neustadt erkrankt. Bei einer Routinekontrolle wurde man auf den "stark verdächtigen, vorläufigen Befund" des aus Altersschwäche eingeschläferten Rindes aufmerksam, teilte die Landesveterinärbehörde mit.

Es handelt sich um den insgesamt achten BSE-Fall in Österreich. Die Kuh war am 1. September aus Altersschwäche eingeschläfert worden, Anzeichen für die Krankheit habe es zuvor nicht gegeben, so die Behörde. Entsprechende Sperrmaßnahmen in dem Betrieb seien anschließend gesetzt worden.

Laut Gesundheitsministerium bestand keine Gefahr, dass das Fleisch in die Lebensmittelkette gelangt wäre. "Das zeigt auch, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung von BSE und zur Absicherung des Konsumentenschutzes greifen", betonte Gesundheitsminister Alois Stöger.

Stichwort: BSE

Krankhaft veränderte Eiweiße (Prionen) sind verantwortlich für den so genannten "Rinderwahn". Die schwammartige Gehirnschädigung des Rindes (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) ist nach gängiger Theorie entstanden, weil Tierfutter-Hersteller in Großbritannien Schafskadaver zur Futterverarbeitung nicht mehr sorgsam sterilisiert hatten. Fleisch- und Knochenmehl enthielten Erreger aus Scrapie-kranken Schafen, die ebenfalls ein schwammartig verändertes Gehirn aufweisen. Mit Sicherheit bewiesen ist das jedoch nicht.

BSE-infizierte Rinder werden aggressiv, verlieren ihre Orientierung und verenden qualvoll, wenn sie nicht schon vorher getötet werden. Die Krankheit war erstmals 1986 bei einem britischen Rind beschrieben worden. Forscher gehen davon aus, dass sich der Mensch beim Verzehr von BSE-verseuchtem Fleisch mit der neuen Variante der tödlichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit anstecken kann.

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