Do, 14. Dezember 2017

Dem Tod entronnen

06.09.2010 17:02

Nora Frey überlebt Hubschrauber-Absturz

Dass Nora Frey lebt, grenzt an ein Wunder! Die Radiolegende kann nach einem Hubschrauber-Absturz in Spanien – das linke Foto zeigt sie vor dem brennenden Wrack – im Wiener Wilhelminenspital aber schon wieder einigermaßen lächeln. Mit gutem Grund. Sie sagt: "Ich lebe! Und wenn das kein Grund ist, um fröhlich zu sein, was dann?"

Sie sprang dem Tod nun bereits zum zweiten Mal gerade noch von der Schaufel: die Radio- und Fernsehlegende Nora Frey! Eineinhalb Jahre nach ihrem Tauchunfall überlebte die Journalistin aus Leidenschaft nun auch einen Hubschrauber-Absturz in Spanien. Eine Woche ist seit ihrem dramatischen Erlebnis vergangen – doch die Journalistin schildert das Unglück, als wäre es gerade erst passiert.

Im Krankenbett sagt sie: "Ich habe einen Ausflug mit einem Leichthubschrauber unternommen. Plötzlich überhitzte aber der Motor und der Pilot meinte, dass wir runter müssten." Und das Unglück nahe Sevilla nahm seinen Lauf! "In großen Rotationen kamen wir dem Boden immer näher. Was üblich ist. Doch als der Pilot zur Landung ansetzte, erfasste uns ein Seitenwind. Der Hubschrauber kippte und stürzte ab."

Der Überlebenskampf begann: "Ich hing fest. Mein rechter Arm war unter dem Fluggerät eingeklemmt. Als ich aus dem Augenwinkel bemerkte, dass der Treibstoff brannte, bekam ich Panik. Ich schrie um mein Leben. In diesem Moment sah ich in den Abgrund. Ich dachte: Das sind jetzt meine letzten Sekunden."

"Meine Haare wurden versengt"
Doch sie brüllte so lautstark, dass schließlich auch der bewusstlose Pilot erwachte. Der 43-Jährige löste ihren Gurt und zog die Schwerverletzte aus dem Wrack. "Wir waren keine zwei Meter entfernt, da ging der Hubschrauber auch schon in Flammen auf. Meine Haare wurden noch versengt." Doch der Kampf mit dem Tod war noch lange nicht gewonnen. "Es dauerte eine Stunde, bis irgendjemand kam. Währenddessen haben wir nur gehofft, dass das Feuer nicht auch noch auf das Feld um uns herum übergreift. Wir hätten nicht entkommen können."

Im spanischen Krankenhaus, in das sie gebracht wurde - "meine Unterarmknochen sind kreuz und quer gestanden, der Ellbogen war zermatscht" – wollte Nora Frey nicht bleiben. Wie durch ein Wunder erlitt sie keine inneren Verletzungen. "Ich wurde vier Stunden lang operiert, ich hätte ein Aschehäufchen sein können", sagt sie. Sie organisierte sich einen Rückflug nach Österreich. Es dauerte 24 Stunden, bis sie endlich in der Heimat war. Seit Mittwoch vergangener Woche liegt Nora Frey in Wien im Krankenhaus.

von Klaus Loibnegger (Kronen Zeitung) und krone.at

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