Di, 21. November 2017

Saftige Strafen

05.09.2010 11:31

„Spritsünder“ mit Heizöl statt Diesel im Tank erwischt

Aus allen Wolken ist ein Autolenker aus dem Weinviertel gefallen, der sich Geld ersparen wollte. Statt teuren Diesels tankte er billiges Heizöl und wurde prompt erwischt. Der 50-Jährige musste mehr als 2.200 Euro Strafe zahlen. "Bei einem neuerlichen Verstoß wird laut Gesetz der Pkw beschlagnahmt", warnte ein Zollfahnder.

Immer wieder tappen "Tanksünder" bei Kontrollen der Zollaufsicht in die Falle. "Klettert der Diesel-Preis nach oben, steigen findige Pkw-Lenker trotz Verbot auf steuerbegünstigtes Heizöl als Sprit um", sprechen Beamte aus Erfahrung. Was kaum ein Treibstofftäter weiß: Ihm drohen saftige Strafen. Beim ersten Vergehen zahlen die Betroffenen mindestens 2.000 Euro Geldbuße plus 200 Euro Verfahrenskosten. Wird ein Lenker ein zweites Mal erwischt, ist er seinen Wagen los.

Zähneknirschend berappte ein "Ersttäter" aus dem Bezirk Mistelbach die Strafe. Er hatte sich das Heizöl in Tschechien besorgt. Leider ist dies kein Einzelfall. "Nach dem Aufgriff dürfen ertappte Lenker weiterfahren. Binnen 24 Stunden müssen sie jedoch das Heizöl aus dem Tank abgepumpt haben", hieß es.

Schwieriger ist es, Transportfirmen den Spritschwindel nachzuweisen. "Bei Bussen darf ja die Standheizung mit Öl betrieben werden. Mitunter entdecken wir aber Schläuche, die zum Motor führen", sagte ein Fahnder.

von Karl Grammer, Kronen Zeitung

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