Fr, 20. Oktober 2017

Opposition tobt

03.09.2010 16:53

Pressbaum erhöht die Gebühren um bis zu 35 Prozent

Eine böse Überraschung werden die Bewohner von Pressbaum (Bezirk Wien-Umgebung) bei den nächsten Wasser- und Kanalabrechnungen erleben – die werden nämlich geschmalzen ausfallen. Die schwarz-grüne Ortsregierung hat diese Gemeindegebühren kräftig in die Höhe geschraubt. Die Opposition ist empört: "Bei den Bürgern wird abkassiert, um die Budgetlöcher zu stopfen!"

Eine bisher doch eher seltene Koalition macht jetzt in der Wienerwald-Gemeinde gegen die Tariferhöhungen für Wasser und Kanal mobil. Geschlossen fordern Bürgerliste, SP und FP: "Finger weg von den Geldbörsen der Bürger!" Für die Versorgung mit kühlem Nass sollen die Bewohner um acht, für die Entsorgung um 20 Prozent mehr zahlen. "Die Wasserzähler werden sogar um 35 Prozent teurer", wettern die Gegner der Ortsregierung.

Für VP-Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner ist die Anhebung der Abgaben eine längst fällige Anpassung: "Die Höhe der Kanalgebühr war seit zehn Jahren gleich." Im Bereich der Wasserversorgung seien zudem Investitionen nötig. "Das Leitungsnetz muss an vielen Stellen erneuert werden, um enorme Sickerverluste zu verhindern", erklärt der Ortschef.

Die Opposition beantragt nun die Rücknahme der Tariferhöhungen: "Stattdessen sollte bei den Repräsentationskosten gespart werden!"

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).