Do, 23. November 2017

In Kremsmünster

03.09.2010 11:00

Pumpgun-Pater hatte illegale Waffe im Schrank

Ob es der Geistliche da wohl mit den "Soldaten Christi" zu wörtlich genommen hat? Ein Pater des Stiftes Kremsmünster, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ermittelt, hat in seinem Kasten eine nicht registrierte Pumpgun verwahrt. Das ergab eine Hausdurchsuchung bei dem 77-Jährigen.

Im Zuge der bekanntgewordenen Missbrauchswelle waren im Frühling auch Vorwürfe gegen insgesamt fünf Patres des Stiftes aufgetaucht. Sie wurden von Abt Ambros Ebhart suspendiert. Gegen drei Geistliche nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf, wobei aber zwei Verfahren mittlerweile wegen Verjährung eingestellt wurden. Gegen den dritten Beschuldigten - jenen 77-Jährigen, in dessen Kasten die Pumpgun gefunden wurde - wird nach wie vor ermittelt.

Der Pater soll Schüler des Stiftsinternats sexuell missbraucht und auch misshandelt haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe entschuldigte er sich in einer schriftlichen Stellungnahme. Ob er sich in einem Prozess verantworten muss, ist noch unklar, da laut Sprecher der Staatsanwaltschaft Steyr, Andreas Pechatschek, auch hier die Frage der Verjährung zu klären sei.

Die Pumpgun war bereits zu Beginn der Ermittlungen sichergestellt worden. Seit Mitte der 1990er Jahre brauche man dafür einen Waffenpass, so Pechatschek. Wieso der Pater sie nicht registrieren ließ, ist unklar. Es könnte ihm aber als Vergehen nach Paragraf 50 des Waffengesetzes angelastet werden.

Symbolbild
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