Sa, 21. Oktober 2017

Essen wird knapp!

01.09.2010 18:17

Regisseur des Kohr-Films sitzt in der Karibik fest

Die US-Ostküste zittert vor Hurrikan "Earl" - und die von Salzburg aus aufgebrochene Filmcrew um Alfred Ninaus (siehe Bild) zittert mit. Man sitzt seit vier Tagen auf der winzigen Karibikinsel Anguilla fest - und "Fiona", der nächste Wirbelsturm, könnte die mehrfach geplante Abreise weiter verzögern. Auch die Vorräte werden knapp.

"Ein Wahnsinn, der Strand vor unserem Apartmenthotel existiert praktisch nicht mehr. Wenigstens haben wir jetzt wieder Strom", schilderte der mehrfach preisgekrönte Regisseur Ninaus, der seit Juni an einem Film über Leopold Kohr arbeitet, am Mittwoch die prekäre Lage. "Bei uns ist es gerade fünf Uhr in der Früh, wir sitzen seit vier Tagen fest. Zudem endet die Urlaubersaison, alles rundherum sperrt zu. Wir müssen unbedingt mit einer Fähre nach St. Martin, von dort könnten wir mit Air France nach Europa fliegen."

American Airlines hatte Ninaus und seine Crew, die gerade die Film-Doku über Leopold Kohr fertig gedreht hatte, praktisch sitzen lassen. "Wir wollten ja früher weg, weil wir das vom Hurrikan wussten. Aber die verlangten 10.000 Euro konnten wir hier nicht auftreiben."

Der britische Gouverneur auf der Insel, das Außenministerium und eine Reisemanagerin von RUEFA Salzburg seien ohnehin bemüht, zu helfen. Aber gegen die Sperren der Schiffs- und Flughäfen seien die natürlich auch machtlos. "Langsam wird auch das Essen knapp, Geschäfte gibt es im Umkreis keine offenen", klagt Ninaus. Caroline Rasp vom Reisebüro in Salzburg: "Wir hoffen auf die Fähre, damit es dann auf einer Nachbarinsel klappt."

von Roland Ruess, Kronen Zeitung

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