Mo, 18. Dezember 2017

Türke in Haft

01.09.2010 01:29

Von drei Mürztaler Wirten Schutzgeld erpresst

Mit einem komplizierten Fall von Schutzgelderpressung hat es die Außenstelle Niklasdorf des Landeskriminalamtes zu tun bekommen. Ein 27-jähriger Türke soll von drei Wirten 37.000 Euro gefordert haben. Der Verdächtige bedrohte auch seinen Ex-Chef, der ihn allerdings vor der Kündigung selbst mit Erpressungen beauftragt haben soll.

Der Fall kam Anfang August mit der Anzeige eines sichtlich verängstigten 21-jährigen Türken ins Rollen. Er beschuldigte einen Ex-Mitarbeiter seines Vaters, der im Mürztal zwei Lokale betreibt, der Erpressung: Der 27-Jährige soll vom 51-jährigen Senior 7.000 Euro gefordert haben, andernfalls er den Sohn töten würde.

Mit der Meldung an die Polizei dürfte der Türke seinem Vater aber keinen großen Gefallen getan haben. Der mutmaßliche Erpresser wurde rasch in Leibnitz ausgeforscht. Laut seinen Angaben wären die 7.000 Euro der Lohn, den ihm der Wirt nach der Kündigung vor sechs Monaten bis heute schuldig ist.

Kampf unter Konkurrenzbetrieben
Dann kam es dick: "Der Verdächtige beschuldigt den 51-Jährigen, dass er seinerzeit in seinem Auftrag zwei ebenfalls im Mürztal ansässige Türken erpresst hätte." Von einem Landsmann forderte er 10.000 Euro, vom anderen 20.000 - bezahlt wurde aber nichts.

Der 27-Jährige sitzt in Haft. Zwei Bekannte, die ihn einmal beim Erpressen begleitet haben sollen, bleiben ebenso auf freiem Fuß wie der 51-jährige Gastwirt, der alles leugnet.

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