Di, 12. Dezember 2017

Zurück in die Klassen

31.08.2010 14:52

Angebot an Ganztagsschulen weiter ausgebaut

Im Schuljahr 2010/11, das am Montag beginnt, werden rund 82.000 Kinder die insgesamt 352 öffentlichen Pflichtschulen in Wien besuchen. 16.000 fiebern ihrem ersten Schultag entgegen. Diese Zahlen haben Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SP) und Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SP) am Dienstag präsentiert. Ausgebaut wurde das Angebot an Ganztagsschulen, was von den Wienern bei der Volksbefragung im Winter mehrheitlich gewünscht worden war.

So startet am Campus "Gertrude Fröhlich-Sandner" am Gelände des früheren Nordbahnhofs eine 17-klassige Ganztagsvolksschule für 420 Kinder. Dazu kommt ein Kindergarten mit 250 Plätzen am selben Areal. Insgesamt wurden 38 Millionen Euro investiert. Auch an einem weiteren Standort, in der Vereinsgasse, wurde umgebaut, das Areal erweitert und auf ganztägigen Betrieb umgestellt. Die Kosten belaufen sich auf mehr als vier Millionen Euro. Im AHS-Bereich starten an drei Standorten Ganztagesklassen.

32 Schulen mit Ganztagesbetrieb
Ab Herbst gibt es in Wien somit 29 Pflichtschulen an denen von früh bis spät gelernt wird, sowie drei AHS mit Ganztagesbetrieb. Weitere entstehen unter anderem am Gelände des Hauptbahnhofes sowie in Ottakring. Gearbeitet wurde aber auch anderswo: Vor dem Beginn des kommenden Schuljahres wurden laut Oxonitsch in mehr als 100 Schulen Sanierungstätigkeiten durchgeführt.

Insgesamt enden in Wien kommende Woche für 200.000 Kinder die Ferien. 52.300 der rund 82.000 Pflichtschüler werden sich in den 212 Volksschulen wiederfinden, 24.300 in den 93 Hauptschulen. 2.600 besuchen eine Sonderschule, 2.800 ein Polytechnikum. Bei 3.500 Schülern gibt es sonderpädagogischen Förderbedarf. Für sie wurden insgesamt 676 Integrationsklassen eingerichtet.

Demokratie-Werkstatt ergänzt Politische Bildung
Fortgesetzt wird in Wien das "1 plus 1 Fördermodell" samt Einrichtung von Vorschulklassen. 105 davon wird es im kommenden Herbst geben. Darin sollen 1.400 Kinder für den Regelunterricht fit gemacht werden. Ein neuer Schulversuch wurde für deutlich ältere Schüler eingerichtet: Für die Berufsschuljahrgänge wird eine Demokratie-Werkstatt angeboten, als eine Ergänzung zum Stoff der Politischen Bildung.

Apropos Politik: Schulstadtrat Oxonitsch zeigte sich über die Ankündigung der FPÖ erstaunt, im Fall einer Regierungsbeteiligung 250 Euro Schulstartgeld pro Kind auszuzahlen. Wien fördere einen Schüler während dessen Laufbahn mit bis zu 390 Euro, etwa durch den Ankauf von Schulmaterialien, berichtete der Ressortchef. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wolle den Eltern offenbar 140 Euro wegnehmen, mutmaßte Oxonitsch.

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