Mi, 13. Dezember 2017

In die Kasse gegriffen

01.09.2010 10:14

Libro-Angestellte erfand Raubüberfall wegen Spielsucht

Der Überfall auf eine Grazer Libro-Filiale am Dienstagvormittag war laut den Ermittlern des Landeskriminalamts frei erfunden. Das "Opfer", eine 41-jährige Angestellte, hatte finanzielle Probleme wegen ihrer Spielsucht und war auf die Idee gekommen, Firmengeld mittels des erfundenen Überfalls zu unterschlagen.

Bei den Einvernahmen ist die Filialleiterin vorerst noch bei ihren Aussagen geblieben, dass sie gegen 9.35 Uhr von einem unbekannten Räuber überfallen worden war. Nach umfangreichen Ermittlungen im Umfeld der Frau und damit konfrontiert gestand sie schließlich, dass sie seit Mitte August 2010 wegen ihrer Spielsucht Geld abgezweigt habe. Danach habe sie keinen anderen Ausweg mehr gesehen als einen Überfall vorzutäuschen.

Beute im Auto sichergestellt
Der Großteil des "geraubten" Geldes konnte im Fahrzeug der Frau sichergestellt werden. Die 41-Jährige wurde nach Abschluss der Einvernahmen wegen Veruntreuung, Vortäuschen einer mit Strafe bedrohten Handlung und falscher Beweisaussage angezeigt.

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