Fr, 15. Dezember 2017

Konzert des Jahres

31.08.2010 09:05

U2 begeistern 70.000 Fans im Happel-Stadion

Die "Krone" präsentierte am Montagabend die beste Band der Welt live im Ernst-Happel-Stadion. U2 begeisterten mit einer spektakulären Show der "360°-Tour" und der größten Rundbühne, die die Stadien dieser Welt bisher gesehen haben, rund 70.000 Fans.

Das hätte sich der Silberpfeil wohl nicht gedacht, als er vor 30 Jahren zum ersten Mal durch Wiens Untergrund zischte: Tausende Menschen stürmten zum gestrigen "Geburtstag" der U2 die Waggons - und das auch noch in passenden T-Shirts. Stolz spuckte die U-Bahn die Fans beim Happel-Stadion aus, wo das wohl genialste "Geburtstagsgeschenk" aller Zeiten aufspielte: U2 rockten vor rund 70.000 begeisterten Menschen!

Schon damals, als die U2 fabrikneu ihre ersten Runden drehte, galten die berühmten Namensvettern als "Rocks Hottest Ticket" - und noch heute sind sie das heißeste Ticket der Rock-Welt. "Weißt du, wo es noch Karten für U2 gibt?", war das Dauerthema in den vergangenen Tagen. 14 "Krone"-Gewinner konnten sich Montagnachmittag noch Last-Minute-Eintrittskarten für das Konzertereignis des Jahres abholen. Doch für viele blieben die Tore des Happel-Stadions verschlossen.

Dabei hatten U2 selbst dank ihrer sagenhaften "Kraken"-Bühne dafür gesorgt, dass ein bisschen mehr Menschen als sonst ins Stadion passten, da dank der 360°-Sicht auf Bono & Co. die Ränge nicht gesperrt werden mussten. "Wir sind stolz darauf, dass wir heute den Zuseherrekord im Stadion gebrochen haben! Ich bin sehr glücklich hier zu sein", jubelte Bono.

Ein bisschen mehr, ein bisschen besser, ein bisschen größer, ein bisschen schöner - das zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Konzertabend, wie ihn Wien so noch nicht erlebt hat. Allen voran die gigantische Bühne, die sich bei Einbruch der Dunkelheit zu einem zischenden, donnernden, in allen Farben schillernden und blitzenden Wesen aus einer überiridschen Welt verwandelt, das jede Stadionpyrotechnik im Schein seiner leuchtenden Opulenz verblassen lässt. Im Mittelpunkt dieser unglaublichen Stahlkonstruktion steht, was bei einem Rock-Konzert im Mittelpunkt stehen soll: die Band! Keine Backgroundsängerinnen oder Gastmusiker - nur The Edge, Adam Clayton, Larry Mullen und allen voran der "frisch reparierte" und deswegen unglaublich jugendlich-agile Bono Vox!

Von dem neuen Instrumental-Intro "Return Of The Stingray Guitar" und dem passenden Opener "Beautiful Day" an feuern sie ein Hitfeuerwerk in die eisige Nacht hinaus und lassen die Menschen von Song zu Song die Kälte vergessen - ob Rock-Klassiker wie "Sunday Bloody Sunday" (gewidmet der Freiheitsbewegung im Iran), "Vertigo", "Elevation" oder ewige Balladen wie "I Still Haven’t Found...", bei der das Stadion zu einem großen Chor verschmilzt, ob Schmankerln wie das lange nicht mehr live gespielte "Miss Sarajevo", bei dem Bono auch den Part von Luciano Pavarotti übernimmt, oder der brandneue Song "North Star". Natürlich darf es bei U2 noch ein bisschen mehr sein: Als Zugabe erklingt u.a. "One" (mit einer Friedensbotschaft von Desmond Tutu), für "Where The Streets Have No Name" und "Ultraviolet" lässt Bono das Stadion noch einmal glitzern.

Und nach "With Or Without You" und "Moment Of Surrender" wünscht man sich eigentlich noch ein bisschen mehr - nicht von der aufwendigen Bühnentechnik, sondern einfach nur von U2, der besten Band der Welt. Die letzte Zugabe auf dem Heimweg gibt wieder die U 2. Die bleibt, nicht ganz so spektakulär, aber doch wirkungsvoll.

von Franziska Trost, Kronen Zeitung
Fotos: Andreas Graf, krone.at

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