Sa, 16. Dezember 2017

Teure 3-D-Musketiere

30.08.2010 15:15

Waltz-Film könnte über 50 Millionen Euro verschlingen

Der Hollywood-Streifen "Die drei Musketiere" mit Christoph Waltz wird offenbar einer der teuersten Filme, die je in Deutschland gedreht wurden. "Wir liegen da in einer Liga mit 'Das Parfum'", sagt der Geschäftsführer des Münchner Unternehmens Constantin Film, Torsten Koch. Der Kinohit nach dem Bestseller-Roman von Patrick Süskind hatte vor vier Jahren rund 50 Millionen Euro gekostet.

Konkrete Zahlen für die 3-D-Produktion der "Musketiere" wollte Koch aber nicht nennen. Der Film, der am 1. September 2011 in die Kinos kommen soll, sei aber weltweit bereits gut verkauft worden. "Deshalb ist der Film eine gute Investition", betonte Koch.

Die Dreharbeiten für "Die drei Musketiere" hatten am vergangenen Donnerstag mit Fechtszenen in der Alten Hofhaltung in Bamberg begonnen. Die internationalen Stars wie Oscar-Preisträger Christoph Waltz, der den machthungrigen Kardinal Richelieu spielt, Hollywood-Schönling Orlando Bloom, der den Herzog von Buckingham gibt, oder Milla Jovovich, die die M'lady de Winter verkörpert, sind aber noch nicht dabei.

Produzent Robert Kulzer lobte am Montag die authentische Kulisse in der Weltkulturerbe-Stadt. "Man muss Bamberg auf einer Ebene mit Prag und Florenz sehen", sagte Kulzer. Aber auch an den anderen bayerischen Drehorten Würzburg, Burghausen, München und Herrenchiemsee gebe es "unglaublich schöne und gut erhaltene Plätze ohne störende Hinweise auf die heutige Zeit". Burghausen wird in dem Film zur französischen Provinz Gascogne und zu Paris. Die Würzburger Residenz dient als Louvre und Schloss Schleißheim als venezianischer Dogenpalast.

Der Domplatz vor der Alten Hofhaltung in Bamberg soll aussehen wie die französische Hafenstadt Calais. "Mit einem riesigen Greenscreen tun wir so, als würden 50 Segelschiffe im Hafen liegen", berichtete Kulzer über die aufwendige Produktion. Am Ende dieser Woche wird auf der Brücke am Alten Rathaus in Bamberg gedreht, das vom Wasser des Flusses Regnitz umspült wird. "Wir wollen das so aussehen lassen, als wäre es eine Brücke über die Seine."

Bereits 50 Mal verfilmt
Der Film nach dem Roman von Alexandre Dumas wurde weltweit bereits mehr als 50 Mal verfilmt. Mit der 3-D-Produktion will Constantin Film vor allem junge Leute vom TV-Gerät und vom Laptop weg in die Kinos locken. Auch die Figur des Musketiers D'Artagnan sei dazu bestens geeignet, betonte Kulzer. "Er geht mit einer positiven Einstellung durchs Leben, steckt damit seine Umgebung an und zeigt, dass es sich lohnt zu kämpfen."

Zur Star-Besetzung von Regisseur Paul W.S. Anderson gehören auch Logan Lerman als D'Artagnan und Juno Temple als Königin Anna. An den verschiedenen Drehorten wirken insgesamt rund 1.500 Komparsen mit. Zum festen Filmteam gehören 350 Personen. Die Dreharbeiten sollen Mitte November in den Filmstudios in Babelsberg abgeschlossen werden.

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