Mo, 11. Dezember 2017

Üben zahlt sich aus

30.08.2010 10:06

Jede Woche werden elf Kinder am Schulweg verletzt

Im Jahr 2009 wurden im Schnitt jede Woche elf Kinder auf dem Schulweg verletzt. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist dies ein Drittel weniger, so der Verkehrsclub Österreich. Den Eltern wird trotzdem empfohlen, die Strecke mit ihren Sprösslingen noch in den Ferien zu üben. Der Verein hat außerdem eine Checkliste für den sicheren Schulweg erstellt.

In einer Woche beginnt in Ostösterreich wieder die Schule. Damit steigt auch die Gefahr, dass Kinder am Schulweg bei einem Verkehrsunfall verletzt werden. Im Jahr 2009 kamen laut Daten von Statistik Austria bei insgesamt 378 Unfällen drei Kinder ums Leben, 401 Minderjährige wurden verletzt.

Im Jahr 2000 betrug die Zahl der Schulwegunfälle noch 536 bei 585 Verletzten und sieben Todesopfern. Das schwärzeste Jahr für die Schulwegsicherheit war in den vergangenen 15 Jahren das Jahr 1996: Bei 662 Schulwegunfällen wurden 699 Kinder verletzt, zwölf Kinder kamen ums Leben.

Kinder unterschätzen Gefahren
Um das Risiko zu senken, fordert der Club die Eltern auf, den Schulweg mit ihren Kindern gemeinsam zu trainieren. Sie könnten erst ab dem 9. Lebensjahr Entfernungen richtig abschätzen, das Sichtfeld sei erst ab zwölf Jahren voll entwickelt, weshalb vorher das seitliche Herannahen, etwa von Autos von jüngeren Kindern nur begrenzt wahr genommen werden kann.

"Wichtig ist, den Schulweg aus der Perspektive des Kindes zu betrachten. Hindernisse oder parkende Autos, über die Erwachsene leicht hinwegblicken, können Kindern die Sicht leicht verstellen", so VCÖ-Experte Martin Blum.

Parteien sollen auf Position ihrer Plakatständer achten
Der Club hat auf seiner Website (siehe Infobox) eine Checkliste für Eltern erstellt, die helfen soll, die sicherste Route zur Schule zu eruieren. Zudem fordert der Verein von der Politik mehr verkehrsberuhigte Zonen im Schulumfeld und mehr Gehwege, damit die Verkehrssicherheit für Kinder erhöht wird. An die wahlwerbenden Parteien in der Steiermark und Wien appelliert der VCÖ etwaige Plakatständer so aufzustellen, dass sie die Verkehrssicherheit von Kindern und Fußgängern nicht beeinträchtigen.

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