Do, 14. Dezember 2017

Prostituierten-Mord

01.09.2010 10:57

Tatverdächtiger in U-Haft genommen - Freund verschollen

Der 41-jährige Verdächtige, den Wiener Ermittler in der Nacht auf Montag nach dem Prostituiertenmord in Rudolfsheim-Fünfhaus festgenommen hatten, ist seit Mittwoch früh wegen Verdunkelungsgefahr in Haft. Die Einvernahmen waren bis dahin ohne Ergebnis verlaufen, weil der Mann lediglich behauptete, die Tat nicht begangen zu haben. Die Auswertung der DNA-Spuren war laut Polizeisprecher Roman Hahslinger noch nicht abgeschlossen.

Trotz des Versuchs, die Wohnung in der Gebrüder Lang Gasse 15 anzuzünden, in der die 22-jährige slowakische Prostituierte umgebracht worden war, fanden die Ermittler einige DNA-Spuren, die vom Täter stammen könnten. Von ihrer Auswertung erhoffen sich die Polizisten nun Aufschlüsse, ob der 41-Jährige als Täter infrage kommt.

Die Zeit wurde allerdings schon ziemlich knapp, denn in der Nacht auf Mittwoch musste entschieden werden, ob der Verdächtige in das Landesgericht eingeliefert oder freigelassen wird. Ein Motiv könnte der Mann jedenfalls gehabt haben: In den Hinweisen aus dem Umfeld des Opfers, welche die Ermittler zu dem 41-Jährigen geführt hatten, war von Disputen um Geld die Rede. Der Bekannte der 22-Jährigen, der möglicherweise auch einer ihrer Kunden war, soll dem Opfer Geld geliehen, aber nicht zurückbekommen haben.

Verschollener Freund ebenfalls Opfer eines Verbrechens?
Eine offene Frage war am Mittwoch weiterhin, wo sich der Freund der Ermordeten aufhält. Er ist seit der Bluttat verschollen. Nicht zuletzt deshalb fiel der Verdacht zunächst auf ihn. Mittlerweile befürchtet die Exekutive aber, dass auch er einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Oder er setzte sich ab - ob wegen des Mordes oder wegen anderer Dinge, die er lieber verborgen wissen würde.

Weitere Hintergründe rund um den Mord siehe Infobox!

Die 22-jährige slowakische Prostituierte war am Freitag in ihrer Wohnung in der Gebrüder Lang Gasse 15 erstochen aufgefunden worden. Der Körper der Slowakin wies mehrere Stich- und Schnittverletzungen auf. Schlussendlich war ein Stich ins Herz tödlich. Nach dem Mord wurde in der Wohnung an mehreren Stellen Feuer gelegt. Gefunden wurde die Tote von zwei Bekannten, die sie besuchen wollten. Die Frau war legal als Prostituierte gemeldet und dürfte in den Räumlichkeiten ihrer Tätigkeit nachgegangen sein.

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